![]() klare, farblose Flüssigkeit |
F leichtentzündlich
Xi reizend Hautresorption möglich!
Vorkommen: als Nebenprodukt bei der alkoholischen Gärung |
RS-Sätze:
R 11,
41, 67
S 7, 16, 24, 26, 39 Entsorgung: G 1 MAK: 200 ml/m3 MG: 60,095 g/mol Dichte bei 25°C: 0,7997 g/cm3 Schmelztemperatur: -124,39 °C Siedetemperatur: 97,2 °C Löslichkeiten: Wasser, Ethanol, Ether Explosionsgrenzen: 2,1-13,5 Vol.-% (Luft) |
| Wirkung von 1-Propanol auf den menschlichen
Körper:
Propylalkohol reizt Augen, Haut, Atemwege und Schleimhäute. Er wirkt ähnlich betäubend wie Ethanol und kann in höheren Konzentrationen zu Schwindel, Rauschzuständen, depressiven Erscheinungen und Bewusstlosigkeit führen. |
| Eigenschaften:
Der einwertige, primäre Alkohol ist eine klare, farblose Flüssigkeit und lässt sich gut mit Wasser mischen. Bei einem Gewichtsanteil von 28,2% bildet sich ein Azeotrop, ein Stoffgemisch, das im gasförmigen Zustand die gleiche Zusammensetzung hat wie im flüssigen Zustand. Das Azeotrop - bestehend aus 28,2% Wasser und 71,8% Propylalkohol - lässt sich durch eine Destillation nicht mehr trennen. An der Luft verbrennt Propylalkohol mit schwach leuchtender Flamme zu Kohlenstoffdioxid und Wasserdampf. Der primäre Alkohol Propylalkohol unterscheidet sich vom isomeren, sekundären Alkohol Isopropanol in seinen Stoffeigenschaften. Vom Aussehen her lassen sich die beiden Alkohole jedoch nur schwer unterscheiden. Das Propylalkoholmolekül ist aufgrund der längeren Kette nicht mehr ganz so polar wie ein Ethanolmolekül. Trotzdem ist Propylalkohol noch relativ gut wasserlöslich, während beim Butylalkohol (Butan-1-ol oder 1-Butanol) die Wasserlöslichkeit schon deutlich eingeschränkt ist. |
| Herstellung:
Bei der alkoholischen Gärung fallen mehrere Nebenprodukte an. Das dabei erhältliche Stoffgemisch wird auch als Fuselöl bezeichnet. Früher gewann man den Propylalkohol aus diesem Fuselöl, in dem er im Jahre 1869 auch entdeckt wurde. Heute erfolgt die technische Gewinnung nach der Oxosynthese aus Ethen durch eine katalytische Anlagerung von Kohlenstoffmonoxid und Wasserstoff mit Hilfe eines Cobalt-Katalysators. Das zunächst entstehende Propanal reagiert bei 180°C erneut mit dem Wasserstoff, und man erhält im zweiten Schritt Propylalkohol (1-Propanol): ![]() |
| Verwendung:
Als Lösungs-, Verdünnungs- und Reinigungsmittel; als Zwischenprodukt zur Herstellung anderer organischer Verbindungen, z.B. der nach Birnen riechende Ester und Aromastoff Essigsäurepropylester; als Hautdesinfektionsmittel. |
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