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  Propylalkohol   C3H7OH 
    
   
Klare, farblose Flüssigkeit 

Vorkommen   
Nebenprodukt bei der 
alkoholischen Gärung

Molmasse 60,095 g/mol   
  
AGW  keine Angaben    
Dichte  0,7997 g/cm3   
Schmelzpunkt  -124,39 °C   
Siedepunkt  +97,2 °C   
Wasserlöslichkeit  vollst. mischbar 
Explosionsgrz.  2,1 - 19,2 Vol.-% (Luft) 
Flammpunkt  +15 °C 
Zündpunkt  +385 °C
Piktogramme 
GHS 02 
GHS 05 
GHS 07 
Gefahr
Gefahrenklassen + Kategorie 
  
Entzündbare Flüssigkeiten 2  
Schwere Augenschäd./-reizung 1 
Spez. Zielorgan-Toxizität e. ZNS 3
HP-Sätze (siehe auch Hinweis)     
H 225, 318, 336   P 210, 261, 
280.3, 305+351+338, 310, 403+233   
  
Entsorgung   G 1 
Etikett drucken Dt. Bezeichnung 
Synonyme (deutsch)
Engl. Bezeichnung 
Synonyme (engl.)
CAS  71-23-8 Propylalkohol 
Propan-1-ol 
1-Propanol
Propyl alcohol 
Propan-1-ol 
1-Propanol
  
  
Wirkung von Propylalkohol auf den menschlichen Körper 

Propylalkohol reizt stark die Augen, aber auch die Haut, Atemwege und Schleimhäute sind betroffen. Die Flüssigkeit darf auf gar keinen Fall mit den Augen in Berührung kommen, da schwere Augenschäden auftreten können. Sie wirkt ähnlich betäubend wie Ethanol und kann in höheren Konzentrationen zu Schwindel, Rauschzuständen, depressiven Erscheinungen und Bewusstlosigkeit führen.

   
  
Eigenschaften 
  
Der einwertige, primäre Alkohol ist eine klare, farblose Flüssigkeit und lässt sich gut mit Wasser mischen. Er löst sich auch gut in Ethylalkohol oder in Diethylether. Bei einem Gewichtsanteil von 28,2% bildet sich ein Azeotrop, ein Stoffgemisch, das im gasförmigen Zustand die gleiche Zusammensetzung hat wie im flüssigen Zustand. Das Azeotrop - bestehend aus 28,2% Wasser und 71,8% Propylalkohol - lässt sich durch eine Destillation nicht mehr trennen. An der Luft verbrennt Propylalkohol mit schwach leuchtender Flamme zu Kohlenstoffdioxid und Wasserdampf.  
     
  
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Propylalkohol und Isopropylalkohol im Vergleich
   
  
Der primäre Alkohol Propylalkohol unterscheidet sich vom isomeren, sekundären Alkohol Isopropylalkohol in seinen Stoffeigenschaften. Vom Aussehen her lassen sich die beiden Alkohole jedoch nur schwer unterscheiden. Das Propylalkoholmolekül ist aufgrund der längeren Kette nicht mehr ganz so polar wie ein Ethanolmolekül. Trotzdem ist Propylalkohol noch relativ gut wasserlöslich, während beim Butylalkohol (Butan-1-ol oder 1-Butanol) die Wasserlöslichkeit schon deutlich eingeschränkt ist.
   
  
Herstellung 
  
Bei der alkoholischen Gärung fallen mehrere Nebenprodukte an. Das dabei erhältliche Stoffgemisch wird auch als Fuselöl bezeichnet. Früher gewann man den Propylalkohol aus diesem Fuselöl, in dem er im Jahre 1869 auch entdeckt wurde.  
   
Heute erfolgt die technische Gewinnung nach der Oxosynthese aus Ethen durch eine katalytische Anlagerung von Kohlenstoffmonoxid und Wasserstoff mit Hilfe eines Cobalt-Katalysators. Das zunächst entstehende Propanal reagiert bei 180°C erneut mit dem Wasserstoff, und man erhält im zweiten Schritt Propylalkohol (1-Propanol):  
   
  
  
 
Bei der Oxosynthese lagert sich Kohlenstoffmonoxid und Wasserstoff an Ethen an
   
  
Verwendung 
  
Als Lösungs-, Verdünnungs- und Reinigungsmittel; als Zwischenprodukt zur Herstellung anderer organischer Verbindungen, z.B. der nach Birnen riechende Ester und Aromastoff Essigsäurepropylester; als Hautdesinfektionsmittel.
  
   
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