![]() klare, farblose, ölige Flüssigkeit |
Gemisch langkettiger, aliphatischer,
gesättigter Kohlenwasserstoffe (s.u.)
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RS-Sätze: --
Entsorgung: G 1 MG: -- Dichte: 0,81 - 0,89 g/cm3 Schmelztemperatur: unter 20 °C Siedetemperatur: über 250 °C Wasserlöslichkeit: unlöslich andere Löslichkeiten: Chloroform, Diethylether, Benzin |
| Eigenschaften:
Flüssiges Paraffin ist geruch- und geschmacklos. Im Handel befindet sich dick- und dünnflüssiges Paraffinöl. Festes Paraffin ist eine feste, durchscheinende, weiße Masse mit einer Schmelztemperatur von ca. 50-60 °C. Vaseline ist ein halbfestes Paraffin mit einer Schmelztemperatur von 38-60°C und einer Siedetemperatur über 300°C. Alle Paraffine sind wasserabstoßend, reaktionsträge und relativ beständig gegen konzentrierte Schwefelsäure, Brom und kalte Salpetersäure. Paraffin kann nicht mit einem Streichholz entzündet werden. Erst bei höheren Temperaturen (und mit Hilfe eines Dochtes) ist es entzündbar, es brennet mit stark rußender Flamme. Paraffine werden im Gegensatz zu den Fetten und Ölen nicht ranzig. Als Back- oder Bratfett dürfen sie jedoch nicht verwendet werden. Es handelt sich um Gemische langkettiger, aliphatischer (keine Ringbindungen) und gesättigter (keine Doppel- und Dreifachbindungen) Kohlenwasserstoffe; Beispiel für ein langkettiges Alkan (C17H36): ![]() Bei einem wichtigen Verfahren der Erdölverarbeitung, dem katalytischen Cracken, werden langkettige Alkane in kurzkettige gespalten. Die langen Kohlenstoffketten gelangen bei hohen Temperaturen und hohem Druck in Schlingerbewegungen, so dass sie auseinanderreißen. Auf diesem Weg können aus den Paraffinen kurzkettige Alkane und Benzin gewonnen werden. |
| Herstellung:
Die Gewinnung erfolgt aus Rückständen der Erdöldestillation. Außerdem kann es aus Schiefern, Torfkohlen und aus den Produkten der Braunkohleschwelerei gewonnen werden. Eine künstliche Herstellung aus Kohlenstoffmonoxid und Wasserstoff (=Synthesegas) ist durch die Fischer-Tropsch-Synthese zugänglich. Das Synthesegas wird dabei in einem Kontaktofen mit einem Kobaltoxidkatalysator erhitzt, wobei der Wasserstoff das Kohlenstoffmonoxid hydriert: nCO + (2n+1)H2 -----> CnH2n+2 + nH2O |
| Verwendung:
In der Medizin- und der Kosmetikindustrie zur Herstellung von Salben und Cremes; als Kerzenwachs; in Fußbodenpflegemitteln, Holz- und Metallpolituren, Schuhcremes, Autopflegemitteln, Modelliermassen und Malstiften; als Schmiermittel in der Feinmechanik; als Einbettungsmittel in der Mikroskopie; im Labor zum Einfetten von Glashähnen. |
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