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Kaliumthiocyanat (Kaliumrhodanid)                       KSCN
 
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gesundheitsschädlich 
  
  
  
  
farblose Kristalle,  
die leicht zerfließen
RS-Sätze: R 20/21/22, 32, 52/53  
S 13, 36/37, 46, 61 
Entsorgung: G 4   
MG: 97,181 g/mol  
Dichte: 1,88 g/cm3  
Schmelztemperatur: 173 °C 
Wasserlöslichkeit (neutral):  
bei 20 °C 2170 g/l  
 
Eigenschaften:  
Die Kristalle zerfließen allmählich an der Luft. Sie sind im Wasser sehr gut löslich, wobei eine Abkühlung stattfindet. Das Salz der Thiocyansäure ist auch in Ethanol und Aceton löslich. 
 
Herstellung:  
Die Herstellung erfolgt durch das Zusammenschmelzen von Kaliumcyanid und Schwefel. Geeignet ist auch ein Stoffgemisch aus Kaliumhexacyanoferrat(II), Kaliumcarbonat und Schwefel. In der Technik gewinnt man es aus Ammoniumthiocyanat und Kaliumhydroxid.
 
Verwendung:  
In der Fotografie zum Tönen von Bildern, als Lösungsmittel für Gelatine, zur Herstellung von Kältemischungen, Schädlingsbekämpfungsmitteln, Metallbeizen und Kunststoffen; in der Textilindustrie als Hilfsmittel beim Drucken und Färben; bei der Färbung von Wolle als Beizmittel.
 
Analytik: 
Zum Nachweis von Eisen(III)-Ionen gibt man ein paar Kriställchen eines Eisen(III)-salzes auf eine Tüpfelplatte. Danach wird mit Wasser verdünnt und ein kleines Kriställchen Kaliumthiocyanat hingugegeben. Dabei entsteht blutrot gefärbtes Eisenthiocyanat:  
 
Fe3+  +  3SCN-    Fe(SCN)3  
  
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Bildung von Eisenthiocyanat, erkennbar an der blutroten Färbung
   
Die Reaktion ist sehr empfindlich, es können Eisen(III)-salze im Mikrogramm-Bereich noch nachgewiesen werden. Ein µg entspricht einem Millionstel Gramm!
 
 
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Kaliumthiocyanat
Potassium thiocyanate
333-20-0
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