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zitronengelbe, luftbeständige Kristalle |
RS-Sätze: R 52/53
S 50.1, 61
Entsorgung: G 4 MG: 422,388 g/mol Dichte: 1,85 g/cm3 Wasserlöslichkeit: bei 20 °C 350 g/l |
| Eigenschaften:
Kaliumhexacyanoferrat(II) war früher unter dem Namen "gelbes Blutlaugensalz" bekannt, da man es durch das Glühen von eingetrocknetem Blut, Hornspänen und stickstoffhaltigen, tierischen Substanzen mit Eisenspänen und Pottasche herstellte. Die gelben, ungiftigen Kristalle sind in Wasser und in Aceton gut löslich. Oberhalb von 60°C gibt es sein Kristallwasser ab und geht in ein weißes Pulver über. Bei stärkerem Erhitzen zerfällt es, wobei sich u.a. das giftige Kaliumcyanid bildet.
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| Herstellung:
Man erhält es im Labor durch die Reaktion von einer wässrigen Eisen(II)-salzlösung und Kaliumcyanid. Dabei fällt zunächst schwerlösliches, braunes Eisen(II)-cyanid aus, das sich durch die überschüssige Zugabe von Kaliumcyanid zum gelben Blutlaugensalz umwandelt. Zur technischen Herstellung des reinen Salzes gibt man noch Kalkmilch hinzu, wobei zunächst Calciumhexacyanoferrat entsteht, aus dem durch Zugabe einer Kaliumcarbonatlösung das gereinigte Blutlaugensalz ausgefällt werden kann. |
| Verwendung und Analytik:
Im Labor dient es zum Nachweis von Eisen(III)-salzen. Dabei entsteht das wasserlösliche Pigment "Berliner Blau". Die nachfolgende Reaktionsgleichung zeigt die Reaktion mit Eisen(III)-chlorid: 4K+ + Fe3+ 3Cl- + [Fe(CN)6]4- Auf diese Art und Weise kann das Pigment Berliner Blau, das auch unter den Namen "Preußisch Blau" oder Pariser Blau bekannt ist, hergestellt werden. Ferner wird es zur Beseitigung von Schwermetall-Verunreinigungen im Wasser und zum Drucken und Färben in der Textilindustrie eingesetzt. |
| Herstellung einer 0,5 molaren Kaliumhexacyanoferrat(II)lösung:
21,1g Kaliumhexacyanoferrat(II) Trihydrat in 70ml Wasser lösen und mit Wasser auf 100ml auffüllen. |
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