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  Butan   C4H10 
GHS 02 GHS 04
 Butan Strukturformel   
   
farbloses, geruchloses Gas  
   
Vorkommen  Erdgas und Erdöl
Molmasse  58,112 g/mol

AGW  1000 ml/m3 (TRGS 900)  
Dichte  2,709 g/l (Gas bei 0°C, 1013 hPa) 
Schmelzpunkt 
−138,3 °C   
Siedepunkt 
−0,5 °C   
Wasserlöslichkeit 
Konz. bei 20 °C 0,061 g/l 
Explosionsgrenzen  1,4 bis 9,4 Vol.-% (Luft) 
Flammpunkt 
−60°C   
Zündpunkt  +365°C
Piktogramme 
GHS 02 
GHS 04 
Gefahr 
Gefahrenklassen + Kategorie 
  
Entzündbare Gase 1 
Gase unter Druck, verdicht. Gas
HP-Sätze (siehe Hinweis)   
H 220, 280 
P 210280.3, 377, 381, 410+403 
Entsorgung  besondere Hinweise 
  Dt. Bezeichnung Engl. Bezeichnung
CAS  106-97-8 n-Butan n-Butane
  
    
Eigenschaften   
  
Es existieren zwei Butan-Isomere: Das unverzweigte n-Butan wird oft nur als Butan bezeichnet; der exakte Name für das verzweigte Isomer Isobutan lautet 2-Methylpropan. Beide Butane sind farb- und geruchlose Gase, die nur wenig wasserlöslich sind und sich gut in Ethanol, Diethylether und Chloroform lösen. Sie brennen an der Luft mit rußender Flamme. Butan-Luftgemische sind explosiv und verbrennen zu Kohlenstoffdioxid und Wasser. Höhere Konzentrationen wirken schwach narkotisierend. Das Campinggas im Handel enthält eine Mischung der beiden Isomere und Propan. Früher war darin auch Butadien enthalten, dessen Molekül zwei Doppelbindungen enthält. Das heutige Campinggas darf kein Butadien mehr enthalten.
   

Strukturformel Strukturformel n-Butan
Strukturformel Isobutan Strukturformel Butadien
Name n-Butan 2-Methylpropan (Isobutan) 1,3-Butadien
CAS-Nummer 106-97-8 75-28-5 106-99-0
Schmelzpunkt -138,3 °C    -159,4 °C -108,9 °C
Siedepunkt -0,5 °C -11,7 °C -4,4 °C


1,3-Butadien ist ein farbloses, extrem entzündbares Gas, das nach GHS als krebserzeugend der Kategorie 1A eingestuft ist. Es kann auch genetische Defekte verursachen. Butan mit einem Butadiengehalt von mehr als 0,1 Prozent wird ebenfalls als krebserzeugend eingestuft.  
    
Herstellung   
  
Butan fällt in großen Mengen bei der Erdölverarbeitung und bei der Erdgasdestillation, sowie beim thermischen Cracken an. Isobutan kann man aus n-Butan durch Isomerisierung mit Hilfe eines Katalysators aus Aluminiumchlorid und Chlorwasserstoff herstellen.
   

Verwendung   
  
Die Campinggas-Kartuschen enthalten ein Gemisch verschiedener Kohlenwasserstoffen. n-Butan und Isobutan machen als Hauptbestandteil etwa 70 bis 80 Prozent aus, der Propangehalt beträgt 20 bis 30 Prozent. Darüber hinaus sind Mercaptan-Spuren als Geruchsstoff enthalten. Butan wird in Kühlschränken als Kältemittel eingesetzt, es ist im Gegensatz zu den früher verwendeten FCKW nicht ozonschädlich. Daher eignet es sich auch als Treibmittel in Spraydosen. In der chemischen Industrie dient es als Ausgangsprodukt zur Herstellung von Buten und Butadien.  
  
  Butanbrenner 
Beim Butanbrenner wird ein Gasgemisch aus
70 bis 80% Butan und 20 bis 30% Propan eingesetzt.
 
    
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