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Die Verschmutzung der Meere

Robben


Das Leben der Menschen und aller Lebewesen der Erde kam ursprünglich aus dem Meer. Noch heute ist das Meer eine der bedeutendsten Lebensräume für die Versorgung des Menschen mit Nahrung und Energie. Viele Millionen Menschen beziehen ihr Trinkwasser und andere Nahrungsmittel wie Fische oder Algen aus dem Meer.
Außerdem ist die Meeresküste ein wichtiger Erholungsort für den Menschen. Das Meer entscheidet über das Weltklima. Ebbe und Flut, das Kommen und Gehen des Meeres symbolisierte schon in den alten Kulturen das Entstehen und Vergehen des Lebendigen. Doch der heutige Mensch hat es in relativ kurzer Zeit geschafft, das Ökosystem des Meeres in eine gefährliche Lage zu bringen.

    
Am Anfang ist das pflanzliche Plankton  
   
Grundlage des Nahrungssystems im Meer sind winzige Mikroorganismen, das pflanzliche Plankton. Aus den Mikroorganismen entwickelte sich ursprünglich alles Leben auf der Erde. Noch heute produzieren sie einen erheblichen Teil des freien Sauerstoffs in der Atmosphäre. Das pflanzliche Plankton macht 90 Prozent der Algen aus und besitzt als einziger lebender Organismus die Fähigkeit, Mineralsalze mit Hilfe des Sonnenlichts in organische Verbindungen umzuwandeln. Dieses organische Material des pflanzlichen Planktons dient vielen Meerestieren als Nahrung:  
  
   
Ökologischer Kreislauf im Meer
Ökokreislauf des Meeres
Die Grafik gibt die komplexen Kreisläufe vereinfacht wieder.

   
Auswirkungen von Fremdstoffen auf das Ökosystem Meer  
   
Das Nahrungssystem des Meeres befindet sich normalerweise in einem Gleichgewichtszustand. Werden von außen Stoffe aus Düngern oder Waschmitteln zugeführt, zum Beispiel Phosphate, die an sich einen wichtigen Nährstoff für die Algen darstellen, wird dieses ökologische Gleichgewicht gestört. Die Algen erhalten mehr Nährstoffe, dabei kann es zu einer Massenvermehrung von Algen kommen wie es in der Nordsee mit der "Killeralge" Chrysochromulina polylepis im Sommer 1988 eindrucksvoll geschah. Diese Alge produzierte einen Giftstoff, der die Durchlässigkeit der Zellmembranen in den Kiemen der Fische blockierte und ein Massensterben in der Fischwelt verursachte.  
   
Alle Tiere und Pflanzen der maritimen Nahrungskette, besonders das pflanzliche Plankton am Anfang der Kette, nehmen Umweltgifte wie das in Afrika noch eingesetzte Insektenvernichtungsmittel DDT in ihren Organismus auf. Beim letzten Glied der Kette wird das DDT in besonders hoher Konzentration angereichert. Auf diese Weise können Giftstoffe aller Art in größeren Mengen durch Fischnahrung in den menschlichen Organismus aufgenommen werden. Die Gifte werden besonders in Raubfischen wie Rotbarsch oder Dorsch angereichert. Die größte Gefahr geht vom Aussterben der Korallenbänke aus. Dann können ganze Fischpopulationen sterben, und eine verhängnisvolle Kettenreaktion beginnt.
    
   
12 Faktoren zur Zerstörung des Meeres  
   
Zahlreiche Ursachen werden für die Zerstörung des ökologischen Gleichgewichts im Meer verantwortlich gemacht. Es soll gezeigt werden, dass die gesamte globale Gesellschaft und auch jeder einzelne für die Verschmutzung des Meeres verantwortlich ist.  
   
1. Erdöl   
2. Düngemittel  
3. Abwasser  
4. Abfälle  
5. Schwermetalle  
6. Dünnsäure  
7. Chlorierte Kohlenwasserstoffe  
8. Radioaktive Stoffe  
9. Temperaturerhöhung  
10. Massentourismus  
11. Jagd  
12. Militär  
    

1. Erdöl  
   
Für die Ölverschmutzung der Weltmeere sind mehrere Ursachen von Bedeutung:  
  •  In Flüsse und Meer geleitete Industrie- und Kommunalabfälle,  
  •  Verluste beim Transport von Erdöl und Tankerunfälle,  
  •  Verluste bei Ölbohrungen,  
  •  Auspumpen von Ballastwasser aus Treibstofftanks der Schiffe,  
  •  unsachgemäße Beseitigung von Restbeständen beim Reinigen von Tanks der Öltanker,  
  •  Kriege produzieren ebenfalls massiv Ölabfälle.  
Der auf dem Wasser schwimmende Ölfilm verhindert den Gasaustausch zwischen Luft und Wasser. Dadurch wird die Atmung der Meerespflanzen und -tiere behindert. Am meisten sind jedoch die Fische und die Vögel gefährdet. In den Kiemen der Fische bewirkt ein niedergeschlagener Ölfilm Ersticken, eine auf das Gefieder der Vögel gelegte Ölschicht macht sie flugunfähig und zerstört die Isolationswirkung des Gefieders. Die im Erdöl enthaltenen Naphthene, Olefine und Aromaten sind sehr giftig und können beim Menschen Krebs auslösen, wenn er Fische zu sich nimmt, die mit diesen Giften belastet sind. Die an fast jedem Strand auftretenden Teerklumpen sind das Produkt eines komplizierten Abbauprozesses des Erdöls.  
   
Der Verschmutzung des Meeres durch Öl kann nur mit einer wirksamen Politik und einer strengen Gesetzgebung begegnet werden. Viele Öltanker fahren mit bis zu 300000 Tonnen Rohöl über die Weltmeere. Leider fahren auch Tanker, die nicht den neusten Sicherheitsstandard aufweisen. Ein weiteres Problem ist die Entsorgung von ausgedienten Ölbohrinseln, die manchmal einfach gesprengt und auf den Meeresboden versenkt werden. Beim Rosten am Meeresgrund können erhebliche Mengen an Ölresten aus den alten Leitungen austreten. Deshalb sollten alle Ölbohrinseln an eine Küste geschleppt und dort auseinandergebaut werden.   
  
  
Erdöl
 
Rohöl ist ein zähflüssiges Stoffgemisch aus mindestens 500 Stoffen.


2. Düngemittel  

Die in der Landwirtschaft eingesetzten phosphat- und stickstoffhaltigen Düngemittel gelangen über das Grundwasser in die Flüsse und dann ins Meer. Algen nehmen diese als Nährstoffe auf. Bei einem Überangebot an Nährstoffen kann es zu einer für andere Lebewesen des Meeres bedrohlichen Massenvermehrung einer Algen-Art kommen, es kommt zu einer Eutrophierung. Die Folgen sind eine Abnahme des Sauerstoffgehaltes und eine Vermehrung der Bakterien. Hauptverantwortlich für diese Verschmutzung ist unter anderem die Landwirtschaft und damit indirekt auch jeder einzelne Verbraucher. Eine Minderung könnte zum Beispiel durch den verantwortungsvollen Einsatz von Düngemitteln oder durch die biologisch-dynamische Anbauweise auf den Feldern erreicht werden.   ^
   

Düngen mit Gülle
  
   
3. Abwasser  
   
Abwässer enthalten Fäkalien, Waschmittel- und mancherorts auch Chemikalienreste. Ein Teil des weltweit verursachten Abwassers gelangt ungeklärt in die Flüsse und die Meere. Wird es wie in Europa in Kläranlagen gereinigt, bleibt Klärschlamm übrig, der oft mit Giften angereichert ist. Nicht alle Kläranlagen besitzen eine chemische Reinigungsstufe. Dies bedeutet, dass Abwässer durch eine biologische Reinigung nur zu etwa 90 Prozent gereinigt werden. Bei einer angenommenen jährlichen Abwassermenge von einer Milliarde Kubikmeter Abwasser bedeuten die verbleibenden 10 Prozent immerhin noch 100 Millionen Kubikmeter Abwasser, das praktisch ungereinigt in die Flüsse und in das Meer fließt.  
   
Abwasser und Klärschlamm verursachen Fäulnis und verbrauchen den Sauerstoffgehalt eines Gewässers. Zusammen mit der Eutrophierung kann dies zu einem akuten Sauerstoffmangel führen, an dem viele Organismen zugrunde gehen. Mit den Abwässern gelangen auch gefährliche Krankheitserreger in das Meer, so dass besonders in Küstennähe die Gefahr einer mikrobiologischen Verseuchung mit Krankheitskeimen besteht.
    
   
Abfälle im Wasser
 
 
4. Abfälle  
   
Viele Millionen Tonnen fester Müll aller Art gelangen jährlich entweder beabsichtigt oder unbeabsichtigt in die Meere. Im Pazifik existieren Gebiete, in denen sich der Müll auf der Fläche von tausenden Quadratkilometern sammelt. Meerestiere verwechseln umherschwimmende Plastikteilchen mit Nahrung und gehen dabei elend zugrunde. An die Strände der Nordsee werden jedes Jahr große Mengen Zivilisationsmüll angeschwemmt. Besonders problematisch ist das Verklappen von mit Schwermetallen, wie Chrom, Quecksilber, Nickel oder Blei verseuchtem Baggergut, das heute vor allem beim Ausbaggern von Fahrrinnen für die Schifffahrt anfällt. Die Anrainerstaaten der Nordsee versenken nach wie vor Millionen Tonnen von Baggergut jährlich in der Nordsee.  
    
  
5. Schwermetalle  
   
Schwermetallsalze der Elemente Blei, Quecksilber, Cadmium, Chrom und Kupfer werden mit den Flüssen oder durch belastetes Baggergut in das Meer eingetragen. Die heutigen Kläranlagen der Kommunen und der Industrie in Europa entfernen die Schwermetallsalze fast vollständig aus dem Abwasser. Durch Recycling werden die Schwermetalle zurückgewonnen. Ein Problem stellen aber die Altlasten dar, die nach wie vor am Meeresboden schlummern. Und nicht überall auf der Welt werden die Schwermetallrückstände so gut entsorgt wie in Europa. Schwermetalle reichern sich in den Organismen an und verursachen chronische Vergiftungen. Geschwüre bei Fischen lassen sich zum Beispiel auf eine Quecksilberaufnahme zurückzuführen.
 

Quecksilber
 
Quecksilber ist ein toxisches Schwermetall. Auch die Salze sind stark toxisch.

     
6. Dünnsäure  
   
Bei der Herstellung des weißen Farbstoffpigmentes Titandioxid fällt als Abfallprodukt Dünnsäure an. Diese besteht im Wesentlichen aus 24%iger Schwefelsäure und ist unter anderem mit den giftigen Metallen Arsen, Blei, Cadmium und Chrom verunreinigt. An Stellen, bei denen von Schiffen aus Dünnsäure verklappt wurde, konnte man eine Häufung von Tumoren bei Fischen feststellen. Die deutsche Dünnsäureverklappung in der Nordsee ist seit 1990 gesetzlich verboten. Viele Staaten der Weltgemeinschaft besitzen jedoch kein Verbot für die Dünnsäureverklappung, so dass jederzeit eine Verklappung im Ausland möglich ist.  
    
  
7. Chlorierte Kohlenwasserstoffe  
   
Die Insektenvernichtungsmittel DDT, Lindan oder Aldrin, die Weichmacher PCB (polychlorierte Biphenyle) und HCB (Hexachlorbenzol) sind Vertreter dieser giftigen, schwer abbaubaren Verbindungen, die sich in allen Organismen über die Nahrungskette anreichern. Seehunde und Seevögel weisen besonders hohe Gehalte der chlorierten Wasserstoffe auf.   
    
  
DDT Lindan
DDT Strukturformel  Lindan Strukturformel  
Alte Bezeichnung: Dichlordiphenyltrichlorethan
IUPAC: 1,1,1-Trichlor-2,2-bis(4-chlorphenyl)ethan
Alte Bezeichnung: Gammexan
IUPAC: γ-Hexachlorcyclohexan
 
   
Chlorierte Kohlenwasserstoffe wie DDT stehen im Verdacht, Krebs zu erzeugen. Der Kontakt mit Lindan kann zu einer Schädigung der männlichen oder weiblichen Keimzellen führen. Die Folgen sind Missbildungen bei der Geburt eines Kindes. Der Einsatz von DDT als Insektizid ist in Deutschland verboten, es wird jedoch in Afrika zur Bekämpfung der Malariafliege mit Erfolg eingesetzt. Flüsse und Meeresströmungen transportieren das Gift über die ganze Welt, so dass es in der Zwischenzeit selbst am Nordpol und in fast jeder Muttermilch nachweisbar ist.  
    
  
8. Radioaktive Stoffe  
   
Zu Versuchszwecken ausgelöste Kernexplosionen der letzten Jahrzehnte, über oder unter Wasser, sowie die Nuklearkatastrophe in Fukushima 2011 verstreuten große Mengen radioaktives Material in den Weltmeeren. Stoffe wie Kobalt 60, Caesium 137 oder Plutonium 339 strahlen Jahrtausende und reichern sich in fast allen Organismen über die Nahrungskette an. Mit der Erhöhung der natürlichen Radioaktivität steigt die Wahrscheinlichkeit von Tumoren und Genmutationen bei Lebewesen. Eine sehr gefährliche Zeitbombe stellen im Meer versenkte Fässer mit radioaktiven Abfallstoffen der Atomindustrie dar. Diese müssen über Jahrtausende hinweg gegen das aggressive Meerwasser korrosionsbeständig sein. Es ist schon vorgekommen, dass Unterwasserströmungen einzelne, bereits versenkte Fässer bis an die Küste trieben.  
   
Über die langfristige Auswirkung der Radioaktivität auf lebende Ökosysteme besteht noch Unklarheit, deshalb sind Kernwaffentest und Kernkraftwerke ein unkalkulierbares Risiko für Land und Meer. Eine wirksame Maßnahme ist das weltweite Verbot für Atomwaffentests, an das sich leider aber nicht alle Länder halten. Auch das Festhalten an der Kernergie erscheint aufgrund der zahlreichen Unfälle und Katastrophen kaum noch verantwortbar.
    
  
9. Temperaturerhöhung  
   
Eine Direkteinleitung von Kühlwasser aus einem Kraftwerk in ein Gewässer stört das thermische Gleichgewicht im Wasser empfindlich. Schon eine Erhöhung der Wassertemperatur um ein Grad Celsius kann eine Tier- oder Pflanzenart auslöschen. Die Temperaturerhöhung der Nordsee durch Abwärme ist zwar sehr gering, kann aber in Mündungsgebieten mehr als ein Grad Celsius betragen. Besonders gravierend ist die Erwärmung der Meere durch die vom Menschen verursachte Klimaveränderung.  
   
Der Wirkungsmechanismus bei einer plötzlichen Temperaturerhöhung in einem Gewässer läuft so ab: Die Löslichkeit des Sauerstoffs in Wasser ist temperaturabhängig. In kühlerem Wasser kann sich mehr Sauerstoff lösen als in wärmerem. Eine Erwärmung bedeutet, dass die kritische, für das Überleben der Fische minimale Sauerstoffkonzentration eher erreicht wird, weil bei einer Erwärmung Sauerstoff aus dem Gewässer entweicht. Außerdem beschleunigt eine Erwärmung das Bakterienwachstum. Die Bakterien verbrauchen bei Fäulnisprozessen zusätzlich Sauerstoff. Deshalb kann eine verhältnismäßig geringe Wärmeeinleitung in Verbindung mit einer Eutrophierung ein Fischsterben verursachen.  
    

Maximaler Sauerstoff-Gehalt in einem Gewässer



Der maximale Sauerstoff-Gehalt sinkt mit zunehmender Erwärmung.
        
   
10. Massentourismus  
   
Autos, Parkplätze, Abfälle, Flugzeuge, Lärm, Sportschiffahrt und Strandverschmutzung durch Badetouristen sind nur einige Produkte des Massentourismus. Die Nordsee und das Wattenmeer sind davon betroffen. Seehunde leiden in besonderem Maße darunter. Der Bundesminister für Ernährung schrieb schon im Jahre 1981 erschienenen Heft "Ökologie und Schutz des Wattenmeeres":  
   
"Durch die Störung werden die jungen Seehunde zu häufigem Robben und zu Lageveränderungen gezwungen, die Nabelentzündungen in ihrer Entstehung erleichtern (...) Die Jungtiere haben außerdem wegen der Störungen zu geringe Möglichkeiten zur Anlage von Energiereserven, so dass sie geringe Resistenz gegen die bakteriellen Infektionen zeigen, die diesen Hauterkrankungen zugrunde liegen."  
   
Trotz dieser Kenntnisse wurde zugelassen, dass Touristenschiffe nahe an die Seehundbänke heranfuhren. Ein Verbot für nahes Heranfahren wurde erst nach dem großen Robbensterben 1988 erlassen. Zum Schutz der Nordsee wurden zwischenzeitlich große Naturschutzgebiete angelegt. Jeder einzelne Tourist kann zur Erhaltung der Lebensräume im Meer und Wattenmeer beitragen, wenn er zum Beispiel mit der Bahn anreist, keinen Müll verursacht und die Liegeplätze der Seehunde vollständig meidet.  
    
  
11. Jagd  
   
Fischfang, Walfang, Robben- und Ringelgänsejagd haben schon ganze Populationen dieser Tierarten dezimiert und teilweise fast ausgerottet. Der Mensch ist dafür verantwortlich, dass die Wale, die größten Meeressäugetiere, vielleicht schon in naher Zeit nicht mehr durch die Meere schwimmen werden. Um die letzten Exemplare ihrer Art zu schützen, muss ein weltweites Walfangverbot und auch ein Robbenjagdverbot durchgesetzt werden. Tierschützer in Grönland oder Norwegen besprühen manchmal das weiße Fell der Seehundebabys mit roter Farbe, damit das Fell für Seehundejäger wertlos ist.  
   
  
Ringelgänse
 
Ringelgänse auf einem Damm bei Husum


12. Militär

Verschmutzung durch Abgase, Öl und sonstige Abfälle, Beunruhigung durch Flugzeuglärm, durch Schiffe oder durch Übungsschießen sind die Folgen der Präsenz des Militärs in Küstengebieten. Bei der Produktion von Rüstungsgütern wird die Umwelt ebenfalls belastet. Im Golfkrieg 1991 verursachte treibendes Öl die bisher größte Umweltkatastrophe in einem Gewässer. Politische Verständigung und Abrüstung können dazu beitragen, dass die Umweltverschmutzung vermindert wird.

Die Zukunft des Meeres und des Menschen

Das Zusammenwirken dieser Faktoren kann im Lauf der Zeit zu einem Gau im Meer führen. Es wäre ein Irrtum, zu glauben, dass die immensen Wassermengen der Ozeane eine beliebige Menge der schädlichen Stoffe verkraften und abbauen könnten. Eine Vernichtung des pflanzlichen Planktons in den Weltmeeren würde beispielsweise die Zerstörung des wichtigsten Sauerstoffproduzenten für die Atmosphäre und für den Menschen bedeuten. Jeder einzelne kann durch eine sparsame und verantwortungsbewusste Lebensweise zur Verhinderung dieser Katastrophe beitragen. Tragisch ist, dass sich alle Giftstoffe, die vom Menschen an die Umwelt abgegeben werden, gerade im Meer sammeln, wo doch aus dem Meer alles Lebendige entstanden ist!

Knutt im Wattenmeer

Der Knutt ist eine Schnepfe, die im Wattenmeer sehr selten geworden ist.

Literatur

Aktionskonferenz Nordsee e.V. Hg. (1989): Unterrichtsmaterialien Wattenmeer und Nordsee, Lichtenau  Bundesminister für Ernährung (1981): Ökologie und Schutz des Wattenmeeres, Bonn 
Deutscher Bundestag Hg. (1987): Zur Sache. Thesen parlamentarischer Beratung. Schutz der Nordsee, Speyer 
Greenpeace Hintergründe Hg. (ohne Datum): Countdown für die Nordsee, Hamburg 
Gerlach, S.A. (1976): Meeresverschmutzung, Berlin/New York 
Heers, Karl-Eberhard (1999): Seehunde, Heide 
Quedens, Georg (1997): Strand und Wattenmeer, München 
Landesamt für den Nationalpark Schlesw. Holst. Wattenmeer (1989): Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer, Tönning 
Landesamt für den Nationalpark Schlesw. Holst. Wattenmeer (1988): Rettet die Nordsee - Meeresverschmutzung durch Öl, Müll und andere Quellen, Tönning 
Malcolm MacGarvin (1991): Das Greenpeace-Buch der Nordsee, Stuttgart 
Mayer, Uli (1987); Rettet das Meer, München 
Progress- Report 1995: 4th International Conference on the Protection of the North Sea, Esbjeg/Denmark 
SDN-Kolloquium (1993): Ökologische Qualitätsziele für das Meer, Wilhelmshaven 
Seilnacht, Thomas (1989/90): Referat zur Nordsee-Exkursion in Sylt mit Prof. Theo Jahn, PH Freiburg 
Stock/Zucchi/Bergmann/Hinrichs (1995): Watt - Lebensraum zwischen Land und Meer, Heide 
Tait, R.V. (1981): Meeresökologie, Stuttgart 
Umweltbundesamt Hg. (diverse Jahreszahlen): Daten zur Umwelt, Berlin 
Wieland, Johanna (1988): Nordsee in Not, Greenpeace-Report 4, Hamburg 
Zentrum für Meeres- und Klimaforschung Hg. (1994): Prozesse im Schadstoffkreislauf Meer-Atmosphäre: Ökosystem Deutsche Bucht, Uni Hamburg 
ZS SDN-Magazin Hg.: Hefte 1/1996 und 1/1997

 
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