Cer  Periodensystem  Protactinium  Neodym
 
Praseodym                                     59Pr
engl. praseodymium; griech. prásinos und didymos ("lauchgrüner Zwilling")
 
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Praseodym überzieht sich an der Luft
mit einer grünlich-gelblichen Oxidschicht
relat. Atommasse:  
Ordnungszahl:  
Schmelzpunkt:  
Siedepunkt:  
Oxidationszahlen: 
Dichte:  
Härte (Mohs):  
Elektronegativität: 
Atomradius:  
Elektronenkonfig.: 
natürl. Häufigkeit:  
   
  
 
140,90765   
59    
931 °C    
3520 °C    
4, 3    
6,475 g/cm³   
keine Angaben   
1,13 (Pauling)   
182,4 pm  
[Xe]4f36s2  
Pr-141  100%  
  
  
 
 
 
Eigenschaften:   
Praseodym ist ein silberweiß glänzendes, weiches und leicht verformbares Schwermetall, das an der Luft gelblich anläuft. Oberhalb von 798°C geht das hexagonale a-Praseodym in kubisch raumzentriertes b-Praseodym über. 
  
Das Metall ist sehr unedel. An der Luft läuft es unter Bildung von grünlich-gelblichen Oxidhydraten an. Es entzündet sich zwischen 300-450°C und verbrennt. Mit Wasser und verdünnten Säuren reagiert es unter Wasserstoffentwicklung.  
 
 
Vorkommen:   
Praseodym kommt nicht so häufig vor wie sein Nachbarelement, das Neodym vor. Mit einem Anteil von 0,00052% steht es an 49. Stelle der Elementhäufigkeit.  Es kommt oft in Begleitung mit dem Neodym in den Cermineralien vor. 
  
 
 
Cermineralien (hier Ceriterde aus Bastnäs/Spanien) enthalten meist
Praseodymverbindungen und andere Lanthanoidenverbindungen
 
 
Geschichtliches:   
Bereits im Jahre 1839 konnte Mosander aus der Ceriterde einen Stoff herstellen, den er als Didym-Erde bezeichnete. Im Jahre 1885 zerlegte der österreichischen Chemiker Carl Auer von Welsbach (1858-1929) die Didym-Erde in zwei Elemente, in das Praseodym und das Neodym. Ihm wird die Entdeckung beider Elemente zugeschrieben. Die Silbe dym geht auf das griechische Wort didymos ("Zwilling") zurück. Das Neodym erhielt seinen Namen aufgrund der Vorsilbe neo in Anlehnung an das griechische Wort neós ("neu"). Das Praseodym wurde nach dem griechischen Wort prásinos ("lauchgrün") benannt, in Anlehnung an die lauchgrüne Farbe des Praseodymoxids. 
  
  
 
Quelle: nach Binder, Lexikon der chemischen Elemente
 
 
Herstellung:   
Nachdem die Erze mit den Lanthanoiden angereichert wurden, trennt man die Metalle durch Ionenaustausch-Chromatografie oder durch Flüssig-flüssig-Extraktion. Die Gewinnung des Metalls erfolgt durch eine Schmelzflusselektrolyse oder durch eine Reduktion der Metallhalogenide mit Hilfe von Calcium. Aus 50kg Monazitsand lassen sich etwa 1,5 kg Praseodym gewinnen. 
 
 
Verwendung:   
Das Metall findet nur wenige technische Anwendungen. In Form von Legierungen (z.B. PrCo5) zeigt es magnetische Eigenschaften und wird zur Herstellung von Dauermagneten verwendet. Praseodymverbindungen (z.B. die Oxide) färben Gläser grün. 
 
 
 
 Copyright: Thomas Seilnacht