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| Aufgrund der chemischen Ähnlichkeit ist vermutlich die Wirkung der Lanthanide und deren Verbindungen auf den Menschen ähnlich. Das feinverteilte Metall, die Oxide und Hydroxide reizen Augen und Schleimhäute. Die löslichen Verbindungen reichern sich in der Leber und in den Knochen an. Da die Lanthanide meist nur in geringen Mengen inhaliert werden - beispielsweise über Rauch von Lichtbogenlampen - liegen für eine toxikologische Beurteilung zu wenig Daten vor. |
Praseodym
kommt nicht so häufig vor wie sein Nachbarelement, das Neodym
vor. Mit einem Anteil von 0,00052% steht es an 49. Stelle der Elementhäufigkeit.
Es kommt oft in Begleitung mit dem Neodym in
den Cermineralien vor.
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| Bereits im Jahre 1839 konnte Mosander aus der Ceriterde einen Stoff herstellen, den er als Didym-Erde bezeichnete. Im Jahre 1885 zerlegte der österreichischen Chemiker Carl Auer von Welsbach (1858-1929) die Didym-Erde in zwei Elemente, in das Praseodym und das Neodym. Ihm wird die Entdeckung beider Elemente zugeschrieben (siehe auch Grafik beim Element Cer). Die Silbe dym geht auf das griechische Wort didymos ("Zwilling") zurück. Das Neodym erhielt seinen Namen aufgrund der Vorsilbe neo in Anlehnung an das griechische Wort neós ("neu"). Das Praseodym wurde nach dem griechischen Wort prásinos ("lauchgrün") benannt, in Anlehnung an die lauchgrüne Farbe des Praseodymoxids. |
| Nachdem die Erze mit den Lanthaniden angereichert wurden, trennt man die Metalle durch Ionenaustausch-Chromatografie oder durch Flüssig-flüssig-Extraktion. Die Gewinnung des Metalls erfolgt durch eine Schmelzflusselektrolyse oder durch eine Reduktion der Metallhalogenide mit Hilfe von Calcium. Aus 50kg Monazitsand lassen sich etwa 1,5 kg Praseodym gewinnen. |
Das
Metall findet nur wenige technische Anwendungen. In Form von Legierungen
(PrCo5) zeigt es magnetische
Eigenschaften und wird zur Herstellung von Dauermagneten verwendet. Praseodymoxide
färben Gläser grün.
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| Copyright: Thomas Seilnacht |