Cer  Protactinium Neodym
 
 Praseodym                                     59Pr
 engl. praseodymium; griech. prásinos und didymos ("lauchgrüner Zwilling")
 
Zoom!
Bild vergrößern (nur auf CD-ROM)
Relat. Atommasse   
Ordnungszahl    
Schmelzpunkt    
Siedepunkt    
Oxidationszahlen     
Dichte    
Härte (Mohs)     
Elektronegativität    
Elektronenkonfig.   
Natürl. Häufigkeit 
140,90765   
59   
931 °C  
3520 °C  
4, 3   
6,475 g/cm³  
keine Angaben  
1,13 (Pauling)   
[Xe]4f36s2  
Pr-141  100%
 
 
      
  
GHS-Piktogramm  
 Gefahr
Gefahren (H-Sätze) 
 
H 228 
   
(Pulver)
CAS-Nummer  
  
7440-10-0  
    
 
 
 
Physikalisch-chemische Eigenschaften
Praseodym ist ein silberweiß glänzendes, weiches und leicht verformbares Schwermetall. Das Metall ist sehr unedel, daher sollte es unter Luftabschluss aufbewahrt werden. An der Luft läuft es unter Bildung von grünlich-gelblichen Oxidhydraten an. Es entzündet sich zwischen 300-450°C und verbrennt zu Praseodymoxid. Mit Wasser und verdünnten Säuren reagiert es unter Wasserstoffentwicklung. Das Salz der Schwefelsäure, das Praseodymsulfat  Pr2(SO4)2 8 H2O, bildet grüne Kristalle und löst sich im Wasser mit grüner Lösung.   
 
 
 Sulfate der Lanthaniden
 
 
 
 
 Die Sulfate bilden farbige Lösungen und Kristalle.
 
   
Toxikologie 
Aufgrund der chemischen Ähnlichkeit ist vermutlich die Wirkung der Lanthanide und deren Verbindungen auf den Menschen ähnlich. Das feinverteilte Metall, die Oxide und Hydroxide reizen Augen und Schleimhäute. Die löslichen Verbindungen reichern sich in der Leber und in den Knochen an. Da die Lanthanide meist nur in geringen Mengen inhaliert werden - beispielsweise über Rauch von Lichtbogenlampen - liegen für eine toxikologische Beurteilung zu wenig Daten vor. 
 
Vorkommen 
Praseodym kommt nicht so häufig vor wie sein Nachbarelement, das Neodym vor. Mit einem Anteil von 0,00052% steht es an 49. Stelle der Elementhäufigkeit.  Es kommt oft in Begleitung mit dem Neodym in den Cermineralien vor. 
 
 
 Cerit aus Bastnäs/Schweden
 
 
 
 
 Aus dem Cerit lassen sich einige Lanthanide gewinnen.
 
 
Geschichte 
Bereits im Jahre 1839 konnte Mosander aus der Ceriterde einen Stoff herstellen, den er als Didym-Erde bezeichnete. Im Jahre 1885 zerlegte der österreichischen Chemiker Carl Auer von Welsbach (1858-1929) die Didym-Erde in zwei Elemente, in das Praseodym und das Neodym. Ihm wird die Entdeckung beider Elemente zugeschrieben (siehe auch Grafik beim Element Cer). Die Silbe dym geht auf das griechische Wort didymos ("Zwilling") zurück. Das Neodym erhielt seinen Namen aufgrund der Vorsilbe neo in Anlehnung an das griechische Wort neós ("neu"). Das Praseodym wurde nach dem griechischen Wort prásinos ("lauchgrün") benannt, in Anlehnung an die lauchgrüne Farbe des Praseodymoxids. 
  
Herstellung     
Nachdem die Erze mit den Lanthaniden angereichert wurden, trennt man die Metalle durch Ionenaustausch-Chromatografie oder durch Flüssig-flüssig-Extraktion. Die Gewinnung des Metalls erfolgt durch eine Schmelzflusselektrolyse oder durch eine Reduktion der Metallhalogenide mit Hilfe von Calcium. Aus 50kg Monazitsand lassen sich etwa 1,5 kg Praseodym gewinnen. 
  
Verwendung 
Das Metall findet nur wenige technische Anwendungen. In Form von Legierungen (PrCo5) zeigt es magnetische Eigenschaften und wird zur Herstellung von Dauermagneten verwendet. Praseodymoxide färben Gläser grün. 
 
 
 Glasperlen mit Oxiden der Lanthaniden
 
 
 
 
 Geringe Zugaben der Oxide zur Schmelze erzeugen eine Farbe.
 
 
Copyright: Thomas Seilnacht