Praseodym  Periodensystem  Uran  Promethium
 
Neodym                                        60Nd
engl. neodymium; griech. neós und didymos ("neuer Zwilling")
 
Zoom!
Bild vergrößern
 
Neodym ist ein silberweiß glänzendes Lanthanoid,
das an der Luft schnell anläuft
relat. Atommasse: 
Ordnungszahl:  
Schmelzpunkt:  
Siedepunkt:  
Oxidationszahlen  
Dichte:  
Härte (Mohs):  
Elektronegativität:  
Atomradius:  
Elektronenkonfig.:  
natürl. Häufigkeit:  
     
   
     
 
 
 
 
144,242  
60   
1021 °C  
3074 °C   
3   
7,004 g/cm³  
2 - 3  
1,14 (Pauling)   
181,4 pm  
[Xe]4f46s2  
Nd-142  27,13%  
Nd-143  12,18%  
Nd-144  23,80%  
Nd-145    8,30%  
Nd-146  17,19%  
Nd-148    5,76%  
Nd-150    5,64% 
 
 
 
Eigenschaften:   
Neodym ist ein silberweiß glänzendes Schwermetall, das an der Luft schnell anläuft. Oberhalb von 861,85°C geht das hexagonal kristallisierende a-Neodym in das kubisch raumzentrierte b-Neodym über.  
  
Das Metall ist sehr unedel, es oxidiert an der Luft und bildet eine gelbliche Oxidschicht. Neodympulver ist pyrophor und entzündet sich von selbst. In heißem Wasser und in verdünnten Säuren löst es sich auf und bildet Wasserstoff. 
 
 
Vorkommen:   
Neodym ist ein relativ häufig vorkommendes Lanthanoid. Mit einem Anteil von 0,0022% steht es an 33. Stelle der Elementhäufigkeit. Es steht damit nach dem Zinn und noch vor dem Blei. Es kommt oft in Begleitung mit dem Praseodym in den Cermineralien vor. 
  
 
 
Cermineralien (hier Ceriterde aus Bastnäs/Spanien) enthalten meist
Neodymverbindungen und andere Lanthanoidenverbindungen
 
 
Geschichtliches:   
Bereits im Jahre 1839 konnte Mosander aus der Ceriterde einen Stoff herstellen, den er als Didym-Erde bezeichnete. Im Jahre 1885 zerlegte der österreichischen Chemiker Carl Auer von Welsbach (1858-1929) die Didym-Erde in zwei Elemente, in das Praseodym und das Neodym. Ihm wird die Entdeckung beider Elemente zugeschrieben. Die Silbe dym geht auf das griechische Wort didymos ("Zwilling") zurück. Das Neodym erhielt seinen Namen aufgrund der Vorsilbe neo in Anlehnung an das griechische Wort neós ("neu"). Das Praseodym wurde nach dem griechischen Wort prásinos ("lauchgrün") benannt, in Anlehnung an die lauchgrüne Farbe des Praseodymoxids. 
  
  
 
Quelle: nach Binder, Lexikon der chemischen Elemente
 
 
Herstellung:   
Nachdem die Erze mit den Lanthanoiden angereichert wurden, trennt man die Metalle durch Ionenaustausch-Chromatografie oder durch Flüssig-flüssig-Extraktion. Die Gewinnung des Metalls erfolgt durch eine Schmelzflusselektrolyse oder durch eine Reduktion der Metallhalogenide mit Hilfe von Calcium 
 
 
Verwendung:   
Das Metall wird zur Erhöhung der mechanischen Eigenschaften mit anderen Metallen legiert, z.B. in Magnesiumlegierungen. Wie Cer dient es aufgrund seiner pyrophoren Eigenschaften zur Herstellung von Feuersteinen. Neodym ist auch ein wichtiger Rohstoff zur Herstellung von Aktivatoren für Farbfernseher und ist ein Bestandteil des Nd-YAG-Lasers (Yttrium-Aluminium-Granat-Laser). Neodymoxid-Zusätze färben Gläser rot bis violett. Neodym-Eisen-Bor-Legierungen (zum Beispiel Nd2Fe14B) stellen Werkstoffe mit hohen ferromagnetischen Eigenschaften dar. 
 
 
 
 Copyright: Thomas Seilnacht