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  Kalilauge   KOH . aq 
   
   
  
Kunststoffstopfen   
verwenden!   
   
   
Farblose Lösung 
Molmasse (KOH)  56,105 g/mol   

  
AGW  keine Angaben  
Dichte (50%-ige Lösgung)   
1,5024 g/cm3   
Wasserlöslichkeit (alkalisch)   
in jedem Verhältnis mischbar

Piktogramme 
GHS 05 
GHS 07 
Gefahr
Gefahrenklassen + Kategorie 
Akute Toxizität oral 4 
Ätz-/Reizwirkung auf die Haut 1A 
(Abstufungen bei Verdünnungen)
HP-Sätze (siehe auch Hinweis)    
H 302, 314  P 264.1, 280.1+3, 301+312, 303+361+353, 305+351+338, 310  
Entsorgung
Etikett drucken Deutscher Name Englischer Name
CAS 1310-58-3 Kalilauge Potassium hydroxide solution
  
Bemerkung für Schulen: Für Schülerversuche sollte höchstens die 3%ige Lösung verwendet werden. Schutzbrillen sind unbedingt notwendig.
   
  
Eigenschaften   
  
Konzentrierte Kalilauge besitzt ähnliche Eigenschaften wie Natronlauge. Sie ist eine sehr starke Lauge, die Haut und Augen verätzt. Steht sie längere Zeit an der Luft, nimmt sie Kohlenstoffdioxid aus der Luft auf und wandelt sich allmählich in eine Pottaschenlösung um:   
  
2 KOH  +  CO2   K2CO3  +  H2   
   
Mit Salzsäure bildet sich in einer Neutralisationsreaktion Kaliumchlorid und Wasser:   
   
KOH  +  HCl   KCl  +  H2O   

Je konzentrierter die Kalilauge ist, umso höher ist die Dichte der Lösung. Die Angabe für der Dichte ist von Bedeutung, wenn man aus einer konzentrierten Lösung eine verdünnte Lösung herstellen möchte.    
    

Konzentration Dichte
50% 1,5024 g/cm3
40% 1,4068 g/cm3
30% 1,3889 g/cm3
20% 1,1818 g/cm3
10% 1,0873 g/cm3
3% 1,0242 g/cm3
 
   
Herstellung   
  
Im Labor kann man Kalilauge durch vorsichtiges Lösen (Wärmeentwicklung!) von Kaliumydroxid in Wasser herstellen. Bei 20 °C lösen sich 1120g Kaliumhydroxid pro Liter Wasser. In der Technik stellte man das Kaliumhydroxid früher mit Pottasche und gelöschtem Kalk her:   
  
K2CO3  +  Ca(OH)2   CaCO3  +  2 KOH    
   
Heute gewinnt man Kaliumhydroxid vorwiegend durch eine Elektrolyse von Kaliumchlorid bei der Chlor-Alkali-Elektrolyse  
   
Bei der Reaktion von Kalium mit Wasser entsteht zunächst Kaliumhydroxid, das mit Wasser zu Kalilauge weiterreagiert:  
   
2 K  +  2 H2  2 KOH  +  H2    
     
  
Reaktion von Kalium mit Wasser
 
 
Das Kalium reagiert unter Feuererscheinung
und Bildung eines weißen Rauches.
Färbung des Phenolphthaleins
 
 
Das zuvor in das Wasser gegebene Phenolphthalein
zeigt die Bildung einer alkalischen Lösung an.
 
Bemerkung: Diese Demonstration ist für Schulen nicht geeignet (Film erhältlich auf >DVD)
   
 
Verwendung   
 
Bei der Seifenherstellung dient die Kalilauge zur Herstellung von Schmierseife. Die chemische Industrie gewinnt aus ihr andere Kaliumsalze, beispielsweise die Pottasche, außerdem wird sie bei Farbstoffsynthesen eingesetzt. Als Abbeizmittel für Holz ist die Kalilauge ebenfalls geeignet. Früher wurde sie in größerem Umfang bei der Entwicklung von Filmen benötigt. 
   
  
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