Startseite  >>  Chemikaliendatenbank  >>  Anorganische Salze

   Kaliumaluminiumsulfat (Alaun)   KAl(SO4) 
Wasserfrei  weißes Pulver   
 
Dodecahydrat 
farblose kubische Kristalle 
   
Vorkommen   
Alaunschiefer beim  
Verwittern von Pyrit,   
als Kalialaun und Alunit
Molmasse  258,205 g/mol 
(Dodecahydrat 474,389 g/mol) 
   
AGW  10 mg/m3 E
(einatembare Fraktion für Stäube allgemein)   

Dichte  Dodecahydrat 1,72 g/cm3 
Zersetzung  +100 °C  
Wasserlöslichkeit 
100g H2O lösen bei 20 °C 5,9 g
- - Entsorgung  G 4 
Etikett drucken Deutscher Name Englischer Name
CAS  10043-67-1
CAS  7784-24-9
Kaliumaluminiumsulfat  
Kaliumaluminiumsulfat Dodecahydrat *
Potassium aluminium sulfate 
Potassium aluminium sulfate dodecahydrate
   
    *) Für die Schule bevorzugt 
  
Eigenschaften   
  
Kaliumaluminiumsulfat Dodecahydrat ist auch unter dem Namen Alaun oder Kalialaun bekannt. Es bildet farblose, durchsichtige Kristalle, die gut in Wasser löslich sind. Die Löslichkeit steigt in hohem Maße beim Erwärmen des Wassers.   
  

Bild vergrößern!
Bild vergrößern


In heißem Wasser löst sich eine vielfache Menge des Alauns

Aus diesem Grunde lässt sich aus einer heißen Lösung der Stoff gut durch Auskristallisieren rein darstellen. Aus der sauer schmeckenden, wässrigen Alaunlösung kristallisieren farblose, klare, oktaedrische Kristalle aus. An den Kanten der Kristalle zeigt sich gelegentlich die Würfelfläche. Beim Erhitzen entweicht das gesamte Kristallwasser, und es entsteht gebrannter Alaun (Alumen ustum).
 

Bild vergrößern! Bild vergrößern Bild vergrößern! Bild vergrößern

 
Alaunkristalle nach einem Kristallisationsversuch
   
  
Herstellung 
  
Im Labor erhält man Kalialaun durch Zusammengießen der Lösungen von Aluminiumsulfat und Kaliumsulfat und durch nachfolgendes Auskristallisieren. Bei der technischen Herstellung wandelt man Ton oder Kaolin durch das Erhitzen mit Schwefelsäure in Aluminiumsulfat um und gibt dann das Kaliumsulfat hinzu:   
  
Al2(SO4)3  +  K2SO4   2 KAl(SO4)2   

In der Antike gewann man das Alaun durch Rösten und Auslaugen von Tonschiefer. Der Tonschiefer enthielt Eisensulfid, das bei dem Verarbeitungsprozess den für die Bildung von Aluminiumsulfat notwendigen Schwefel lieferte. Die Entfernung des Eisens erfolgte beim Erkalten der Lösung, wobei die Alaunkristalle auskristallisierten. Dieses Verfahren wird gelegentlich noch heute eingesetzt.

   
  
Verwendung 
  
Schon die alten Ägypter verwendeten Alaun als Flammschutzmittel für Holz. In der Färberei dient es zum Beizen von Stoffen, in der Papierindustrie zum Leimen von Papier und in der Gerberei zum Gerben von Leder. In der Medizin und in Rasiersteinen wird Alaun als Adstringens zum Stillen von Blut eingesetzt.  
    

   Bild vergrößern!
Bild vergrößern


Rasierstein zum Stillen von Blut
   
 
    Züchten von Kristallen 
    Färben mit Beizenfarbstoffen 
    Herstellen eines Pigments aus Pflanzenfarbstoffen 
 
 
Copyright: T. Seilnacht