

Bei einer Verkohlung wird
der organische Stoff vollständig zersetzt, wobei reiner Kohlenstoff
übrig bleibt. Auf ähnliche Art und Weise entstanden bei der Zersetzung
von totem Pflanzenmaterial durch anaerobe Bakterien im Laufe der Jahrmillionen
die Kohlelagerstätten.
Indirekte Nachweise
Bei der Verbrennung aller
organischen Stoffe entsteht Kohlenstoffdioxid,
ein Oxidationsprodukt der Kohlenstoffverbindungen. Bei Kohlenwasserstoffen
erhält man auch Wasser als Verbrennungsprodukt:
Kohlenwasserstoff
+ Sauerstoff
Kohlenstoffdioxid + Wasser
CxHy
+ O2
CO2
+ H2O
Beim Einleiten von Kohlenstoffdioxid
in Kalkwasser entsteht eine weiße Trübung. Dabei fällt
wasserunlöslicher Kalk aus:
Ca(OH)2
+ CO2
CaCO3 + H2O
Bei der Reaktion eines
Kohlenwasserstoffs mit Kupfer(II)-oxid wird dieses zu elementarem Kupfer
reduziert. Das entstehende Kupfer kann man an der roten Färbung erkennen.
Die dabei frei werdenden Sauerstoffatome oxidieren die Kohlenstoffatome
des Kohlenwasserstoffs zu Kohlenstoffdioxid und die Wasserstoffatome zu
Wasser:
Reduktion:
2 CuO
2 Cu
+ O2
Oxidation 1: C-Atome
+ "O"
CO2
Oxidation 2: H-Atome
+ "O"
H2O
Dieses Verfahren wurde
von Antoine Lavoisier (1743-1794) erstmals angewandt, um das Verhältnis
der Kohlenstoffatome zu den Wasserstoffatomen in einer chemischen Verbindung
zu bestimmen. Justus von Liebig (1803-1873) verbesserte das Verfahren und
Fritz Pregl (1869-1930) verfeinerte es soweit, dass es auch mit kleinen
Stoffmengen durchgeführt werden konnte. Bei dieser Elementaranalyse
wird die Substanz an glühendem Kupfer(II)-oxid (CuO) bei ca. 700°C
verbrannt. Die Verbrennungsprodukte H2O und CO2 werden
in Absorptionsrohren aufgefangen. Calciumchlorid
absorbiert das Wasser und feines Natriumhydroxid
das Kohlenstoffdioxid. Aus der Massezunahme der beiden Rohre lässt
sich das prozentuale Verhältnis von Kohlenstoff und Wasserstoff errechnen.

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