Calciumchlorid CaCl2
*) Für die Schule
bevorzugt
Eigenschaften
Kristallwasserfreies
Calciumchlorid ist sehr hygroskopisch, es entzieht aus der Luft begierig
Feuchtigkeit. Daher wird es in Entfeuchterboxen als Trocknungsmittel für
feuchte Räume eingesetzt.
Entfeuchterbox mit Calciumchlorid
In Wasser löst es
sich unter starker Wärmeentwicklung, wobei sich ein Hexahydrat bildet:
CaCl2 +
6 H2O
CaCl2 • 6 H2O
Dieses kann durch Auskristallisieren
aus der Lösung gewonnen werden. Erhitzt man das entstandene Calciumchlorid
Hexahydrat, schmilzt es bei etwa 30°C im eigenen Kristallwasser. Erst
beim Erhitzen über 200°C wird alles Kristallwasser abgegeben,
und es entsteht wieder wasserfreies Calciumchlorid. Im Gegensatz zum wasserfreien
Calciumchlorid löst sich das Hexahydrat unter starker Abkühlung,
weshalb es für Kältemischungen verwendet wird. Beide Formen sind
auch in Ethanol gut löslich. |
Herstellung
Im Labor kann Calciumchlorid
aus Salzsäure und Calciumcarbonat
dargestellt werden:
2 HCl + CaCO3
CaCl2 + CO2 + H2O
Erwärmt man das
Produkt vorsichtig, entsteht bei ca. 260 °C das wasserfreie Calciumchlorid.
In der Technik entsteht es als Nebenprodukt bei der Natriumcarbonatherstellung
aus Ammoniumchlorid und Calciumhydroxid:
2 NH4Cl
+ Ca(OH)2
2 NH3 + CaCl2 + 2H2O |
Verwendung
Wasserfreies Calciumchlorid
wird im Labor zum Trocknen von
Gasen und Flüssigkeiten eingesetzt. Mit Calciumchlorid Hexahydrat
lassen sich Kältemischungen herstellen. Mischt man Eis und Calciumchlorid
sinkt die Temperatur auf bis zu -50°C. Feuchte Innenräume können
mit Boxen, die das wasserfreie Salz enthalten, ausgetrocknet werden. Calciumchlorid
ist im Streusalz zugesetzt und es ist als Lebensmittelzusatzstoff
E 509 zugelassen. Mit Eiweißen bildet es feste Verbindungen, dies
ist vor allem bei der Käseherstellung von Bedeutung. Fäulnisanfälliges
Obst und Gemüse erhält durch ein Bad in Calciumchlorid eine bessere
Festigkeit. Calciumchlorid dient als Frostschutzmittel und Abbindebeschleuniger
im Beton und als Staubbindemittel auf Straßen und im Bergbau. Die
Medizin setzt es als Blutstillungsmittel und bei Kalkmangelkrankheiten
ein. |
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