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| Eigenschaften:
Ytterbium ist ein silbergraues, weiches und gut dehnbares Schwermetall. Es existieren zwei Modifikationen: Oberhalb von 798°C wandelt sich das a-Ytterbium in b-Ytterbium um, das in einer anderen Kristallform kristallisiert. Das Metall ist unedel und sehr reaktionsfähig. Von feuchter Luft wird es angegriffen, in feinverteiltem Zustand ist es pyrophor. Mit Wasser und verdünnten Säuren reagiert es unter Wasserstoffbildung. |
| Vorkommen:
Ytterbium steht mit einem Anteil von 0,00025% an 55. Stelle der Elementhäufigkeit. Das Element kommt oft in Begleitung mit den anderen Lanthanoiden in den Yttererden, z.B. im Gadolinit vor. |
| Geschichtliches:
Bei der Untersuchung der von C.G. Mosander entdeckten Terbinerde fand der schweizer Chemiker J. C. Galissard de Marignac (1817-1894) im Jahre 1878 in Genf eine weitere Erde, die er Ytterbia nannte. Das darin enthaltene Ytterbiumoxid war der Nachweis für ein weiteres Element in der Reihe der Lanthanoiden. Der schweizer Chemiker benannte das Element wie das Yttrium, Terbium und Erbium nach der schwedischen Ortschaft Ytterby. Die Herstellung von reinem Ytterbium gelangen dem französichen Chemiker Georges Urbain (1872-1930) und dem österreichischen Chemiker C. Auer von Welsbach (1858-1929) im Jahre 1907 unabhängig voneinander. ![]() |
| Herstellung:
Die Erze werden zunächst durch Ionenaustauschverfahren angereichert und getrennt. Die Gewinnung des Ytterbiums erfolgt durch eine Reduktion des Oxids mit Hilfe von Cer oder Lanthan und einer nachfolgenden Vakuumdestillation. |
| Verwendung:
Ytterbium spielt eine geringe Rolle bei der Leuchtstoffaktivierung in Farbfernsehern. Das Isotop Yb-169 dient in der Medizin als Strahlungsquelle. Die Verbindung Yb2Co13Fe3Mn besitzt die besten dauermagnetischen Eigenschaften aller bisher bekannten Materialien. |
| Copyright: Thomas Seilnacht |