Thulium  Periodensystem  Nobelium  Lutetium
 
Ytterbium                                       70Yb
engl. ytterbium; nach der schwedischen Ortschaft "Ytterby"
 
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Ytterbium ist ein silbergraues Schwermetall,
das gut dehnbar ist
relat. Atommasse: 
Ordnungszahl: 
Schmelzpunkt: 
Siedepunkt: 
Oxidationszahlen: 
Dichte: 
Härte (Mohs): 
Elektronegativität: 
Atomradius: 
Elektronenkonfig.: 
natürl. Häufigkeit: 
    
   
 
 
 
 
173,054
70 
819 °C 
1196 °C 
3, 2 
6,965 g/cm³ 
keine Angaben 
1,10 (Pauling) 
193,3 pm 
[Xe]4f146s2 
Yb-168    0,13% 
Yb-170    3,05% 
Yb-171  14,30% 
Yb-172  21,90% 
Yb-173  16,12% 
Yb-174  31,80% 
Yb-176  12,70
 
 
Eigenschaften:      
Ytterbium ist ein silbergraues, weiches und gut dehnbares Schwermetall. Es existieren zwei Modifikationen: Oberhalb von 798°C wandelt sich das a-Ytterbium in b-Ytterbium um, das in einer anderen Kristallform kristallisiert. Das Metall ist unedel und sehr reaktionsfähig. Von feuchter Luft wird es angegriffen, in feinverteiltem Zustand ist es pyrophor. Mit Wasser und verdünnten Säuren reagiert es unter Wasserstoffbildung.  
 
 
Vorkommen:      
Ytterbium steht mit einem Anteil von 0,00025% an 55. Stelle der Elementhäufigkeit. Das Element kommt oft in Begleitung mit den anderen Lanthanoiden in den Yttererden, z.B. im Gadolinit vor.   
     
 
 
Schwarzer Gadolinit (Y-Fe-Be-Silicat) aus Ytterby in der Nähe von Vaxholm in Schweden
 
 
Geschichtliches:      
Bei der Untersuchung der von C.G. Mosander entdeckten Terbinerde fand der schweizer Chemiker J. C. Galissard de Marignac (1817-1894) im Jahre 1878 in Genf eine weitere Erde, die er Ytterbia nannte. Das darin enthaltene Ytterbiumoxid war der Nachweis für ein weiteres Element in der Reihe der Lanthanoiden. Der schweizer Chemiker benannte das Element wie das Yttrium, Terbium und Erbium nach der schwedischen Ortschaft Ytterby. Die Herstellung von reinem Ytterbium gelangen dem französichen Chemiker Georges Urbain (1872-1930) und dem österreichischen Chemiker C. Auer von Welsbach (1858-1929) im Jahre 1907 unabhängig voneinander. 
     
 
Quelle: nach Binder, Lexikon der chemischen Elemente
 
 
Herstellung:      
Die Erze werden zunächst durch Ionenaustauschverfahren angereichert und getrennt. Die Gewinnung des Ytterbiums erfolgt durch eine Reduktion des Oxids mit Hilfe von Cer oder Lanthan und einer nachfolgenden Vakuumdestillation. 
 
 
Verwendung:      
Ytterbium spielt eine geringe Rolle bei der Leuchtstoffaktivierung in Farbfernsehern. Das Isotop Yb-169 dient in der Medizin als Strahlungsquelle. Die Verbindung Yb2Co13Fe3Mn besitzt die besten dauermagnetischen Eigenschaften aller bisher bekannten Materialien. 
 
 
 
 Copyright: Thomas Seilnacht