Erbium  Periodensystem  Mendelevium  Ytterbium
 
Thulium                                          69Tm
engl. thulium; nach dem alten Namen für Skandinavien "Thule"
 
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Thulium ist ein silbergraues Schwermetall,
das sehr gut dehnbar ist
relat. Atommasse:  
Ordnungszahl:  
Schmelzpunkt:  
Siedepunkt:  
Oxidationszahlen:  
Dichte:  
Härte (Mohs):  
Elektronegativität:  
Atomradius:  
Elektronenkonfig.:  
natürl. Häufigkeit:   
 
 
168,93421  
69   
1545 °C    
1950 °C    
3, 2  
9,321 g/cm³   
keine Angaben  
1,25 (Pauling)    
175,9 pm   
[Xe]4f136s2   
Tm-169  100%  
  
 
 
 
Eigenschaften:      
Thulium ist ein silbergraues und sehr weiches Schwermetall, das gut dehnbar und mit dem Messer schneidbar ist. Das Metall ist unedel und daher sehr reaktionsfähig. Von feuchter Luft wird es angegriffen, in feinverteiltem Zustand ist es pyrophor. Mit Wasser und mit verdünnten Säuren reagiert es unter Wasserstoffbildung.   
 
 
Vorkommen:      
Thulium steht mit einem Anteil von 0,000019% an 66. Stelle der Elementhäufigkeit. Es ist damit etwas häufiger als Silber. Das Element kommt oft in Begleitung mit den anderen Lanthanoiden in den Yttererden, z.B. im Gadolinit vor.   
     
 
 
Schwarzer Gadolinit (Y-Fe-Be-Silicat) aus Ytterby in der Nähe von Vaxholm in Schweden
 
 
Geschichtliches:      
Der schwedische Chemiker Per Theodor Cleve (1840-1905) untersuchte im Jahre 1879 die von C.G. Mosander schon 1843 hergestellte erbiumoxidhaltige Erbinerde. Aus dieser Erde konnte er ein weiteres unreines Oxid isolieren. Cleve benannte das darin enthaltene Element nach dem nordischen Sagenland Thule, einem alten Namen für Skandinavien (siehe auch Grafik beim Element Yttrium). Nachdem sich viele Chemiker erfolglos um die Darstellung von reinem Thuliumoxid bemüht hatten, gelang die Herstellung des reinen Oxids erst im Jahre 1911. 
     
 
Herstellung:      
Die Gewinnung erfolgt aus Monazitsand, der pro Tonne etwa 70 Gramm Thulium enthält. Nach einer Anreicherung werden die thuliumreichen Erden durch Ionenaustauschverfahren abgetrennt. Nach einer Überführung in die Chloride oder die Fluoride erhält man das Metall durch eine Reduktion mit Calcium, Kalium oder Magnesium. 
 
 
Verwendung:      
Thulium spielt eine geringe Rolle bei der Leuchtstoffaktivierung in Farbfernsehern. Die Thuliumisotope Tm-170 und Tm-171 dienen in der Technik als Strahlungsquellen für Werkstoffprüfungen. 
 
 
 
 Copyright: Thomas Seilnacht