Gadolinium  Periodensystem  Berkelium  Dysprosium
 
Terbium                                          65Tb
engl. terbium; nach der schwedischen Ortschaft Ytterby
 
Zoom!
Bild vergrößern
 
Terbium ist ein silbergraues Lanthanoid,
das sich mit dem Messer schneiden lässt
relat. Atommasse:  
Ordnungszahl:  
Schmelzpunkt:  
Siedepunkt:  
Oxidationszahlen:  
Dichte:  
Härte (Mohs):  
Elektronegativität:  
Atomradius:  
Elektronenkonfig.:  
natürl. Häufigkeit:   

   
 

158,92535  
65    
1356 °C    
3230 °C    
4, 3  
8,253 g/cm³   
kleiner als 1  
1,20 (Pauling)    
177,3 pm   
[Xe]4f96s2   
Tb-159  100%  

  
 

 
 
Eigenschaften:     
Terbium ist ein silbergraues, gut dehnbares und sehr weiches Schwermetall, das sich mit dem Messer schneiden lässt. Es kommt in zwei Modifikationen vor: Oberhalb von 1315°C geht das hexagonale a-Terbium in kubisch raumzentriertes b-Terbium über.  
  
Das Metall ist zwar sehr unedel, aber an der Luft beständig. An den frischen Schnittflächen läuft es rasch an, in verteilter Form ist es pyrophor. Mit Wasser und verdünnten Säuren bildet es unter Wasserstoffentwicklung Salze.  
 
 
Vorkommen:     
Terbium steht mit einem Anteil von 0,000085% zwischen Holmium und Selen an 58. Stelle der Elementhäufigkeit. Das Element kommt oft in Begleitung mit den anderen Lanthanoiden in den Yttererden, z.B. im Gadolinit vor.  
    
 
 
Schwarzer Gadolinit (Y-Fe-Be-Silicat) aus Ytterby in der Nähe von Vaxholm in Schweden
 
 
Geschichtliches:     
Nach der Entdeckung des Lanthans im Jahre 1839 konnte der schwedische Chemiker Carl Gustav Mosander vier Jahre später neue Elemente aus den Yttererden isolieren. Die Namen der Elemente Yttrium, Terbium und Erbium und schließlich auch Ytterbium wurden aus dem schwedischen Ortsnamen Ytterby abgeleitet, bei dem das Mineral erstmals gefunden wurde. Eine Bestätigung zur Existenz des Elements lieferte der schweizer Chemiker und Mineraloge Marc Abraham Delafontaine (1838-1911) im Jahre 1878, als er das Element im Mineral Samarskit nachwies. 
    
 
Quelle: nach Binder, Lexikon der chemischen Elemente
 
 
Herstellung:     
Die Herstellung von Terbium erfolgt aus Monazitsand, der pro Tonne bis zu 300 Gramm des Elements enthält. Nach einer Anreicherung der Erze und einer nachfolgenden Abtrennung durch Ionenaustauschverfahren kann das Terbium durch eine Reduktion der erhaltenen Terbiumhalogenide mit Hilfe von Calcium oder Magnesium gewonnen werden. 
 
 
Verwendung:     
Aufgrund seiner ferromagnetischen Eigenschaften eignet sich Terbium zur Herstellung von magnetischen Bauteilen. Außerdem findet es Verwendung als Katalysator und als Aktivator für Leuchtstoffe.  
 
 
 
 Copyright: Thomas Seilnacht