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| Eigenschaften:
Erbium ist ein silbergraues und weiches Schwermetall, das gut dehnbar ist. Es existieren zwei Modifikationen: Oberhalb von 1367°C wandelt sich a-Erbium in b-Erbium um, das in einer anderen Kristallform kristallisiert. Das Metall ist sehr unedel und daher sehr reaktionsfähig. Von feuchter Luft wird es angegriffen, in feinverteiltem Zustand ist es pyrophor. Mit Wasser reagiert es unter Wasserstoffbildung. |
| Vorkommen:
Erbium steht mit einem Anteil von 0,00023% an 56. Stelle der Elementhäufigkeit. Das Element kommt oft in Begleitung mit den anderen Lanthanoiden in den Yttererden, z.B. im Gadolinit vor. |
| Geschichtliches:
Im Jahre 1843 konnte der schwedische Chemiker Carl Gustav Mosander (1797-1858) aus der Yttererde zwei neue Erden isolieren, die er "Erbia" und "Terbia" nannte (siehe auch Grafik beim Element Yttrium). Die darin enthaltenen Oxide waren noch sehr unrein und wurden oft miteinander verwechselt. Die Namen der Elemente Yttrium, Terbium und Erbium und schließlich auch Ytterbium wurden aus dem schwedischen Ortsnamen Ytterby abgeleitet, wo die Yttererde erstmals gefunden wurde. Reines Erbiumoxid isolierte Per Theodor Cleve (1840-1905) im Jahre 1879. Die Herstellung des reinen Metalls gelang Karl Andreas Hofmann (1870-1940) im Jahre 1934 in Berlin. |
| Herstellung:
Nach einer Anreicherung der Erze und einer Überführung in Fluorid- oder Chloridverbindungen gewinnt man das Metall durch Reduktion mit Calcium. |
| Verwendung:
Erbiumzusätze färben Gläser rosarot. Aufgrund seines Absorptionsvermögens von Wasserstoff eignet es sich zur Gasspeicherung. Außerdem spielt es eine Rolle bei der Leuchtstoffaktivierung in Farbfernsehern und wird zur Laserherstellung benötigt (Erbium-Laser). |
| Copyright: Thomas Seilnacht |