Dysprosium  Einsteinium Erbium  
 Holmium                                         67Ho
 engl. holmium; lat. holmia (alter Name für "Stockholm")
 
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Relat. Atommasse   
Ordnungszahl    
Schmelzpunkt    
Siedepunkt    
Oxidationszahlen     
Dichte    
Härte (Mohs)     
Elektronegativität    
Elektronenkonfig.   
Natürl. Häufigkeit  
  
 
164,93033   
67    
1472 °C     
2700 °C     
3   
8,795 g/cm³    
keine Angaben   
1,23 (Pauling)     
[Xe]4f116s2    
Ho-165  100%  
  
 
 

     

GHS-Piktogramm  
 Gefahr
Gefahren (H-Sätze) 
 
H 228 
   

(Pulver)
CAS-Nummer  
  
7440-60-0 
    
 

 
 
Physikalisch-chemische Eigenschaften
Holmium ist ein silbrig glänzendes und weiches Schwermetall, das gut dehnbar ist. Das Metall weist ferromagnetische Eigenschaften auf. An trockener Luft ist es relativ beständig, von feuchter Luft wird es angegriffen. Mit Wasser bildet sich Wasserstoff und Holmiumhydroxid. Mit Säuren reagiert es unter Wasserstoff- und Salzbildung.  

 
Holmium als magnetischer Werkstoff

Holmium an Magnet
 
Von einem starken Neodym-Magneten wird ein Stück Holmium angezogen. Das Phänomen ist bei den Lanthaniden vom Europium bis zum Thulium zu beobachten.
 
   
Toxikologie 
Aufgrund der chemischen Ähnlichkeit ist bei allen Lanthaniden und deren Verbindungen die Wirkung auf den Menschen ähnlich. Das feinverteilte Metall, die Oxide und die Hydroxide reizen Augen und Schleimhäute. Das kompakte Metall ist weniger aggressiv.
  
Vorkommen 
Häufigkeit   selten

Holmium kommt chemisch gebunden oft in Begleitung mit den anderen Lanthaniden in den Ytter-Erden, so auch in den Mineralien der Gadolinit-Gruppe oder der Monazit-Gruppe vor.

 
 
Gadolinit-(Y) aus Ytterby/Schweden
Gadolinit
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 Schwarzer Gadolinit-(Y) aus Ytterby in der Nähe von Vaxholm in Schweden.
 
 
Geschichte 
1843 konnte C.G. Mosander aus der Ytter-Erde unreines Erbiumoxid isolieren. In dieser "Erbin-Erde" wiesen die Schweizer Jaques Louis Soret (1827-1890) und Marc Abraham Delafontaine (1837-1911) im Jahr 1878 in Genf durch eine spektralanalytische Untersuchung ein neues Element nach, das sie "Element X" nannten. Der Name Holmium wurde durch den schwedischen Chemiker Per Theodor Cleve ein Jahr später in Uppsala vergeben. Er konnte unreines Holmiumoxid herstellen. Holmia ist der alte Name für die schwedische Hauptstadt Stockholm.
  
Herstellung     
Nach einer Anreicherung der Erze und einer Überführung in Fluorid- oder Chloridverbindungen gewinnt man das Metall durch Reduktion mit Calcium.
  
Verwendung 
Das Element kommt im Holmium-Laser und in Mikrowellen-Bauteilen zum Einsatz. Hochleistungsmagnete enthalten Polschuhe aus Holmium. Mit Holmiumoxid kann man Glas gelb färben, diese Einsatzmöglichkeit findet in Fotometern eine Anwendung.
 
Copyright: Thomas Seilnacht
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