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Kaliumnatriumtartrat Tetrahydrat (Seignettesalz)    C4H4KNaO6 . 4H2O
 
    
  
(kristallwasserfreie Form) 
  
farblose Kristalle oder  
weißes Pulver
RS-Sätze:  
S 22, 24/25 
Entsorgung: G 3 
 
 
 
MG: 282,220 g/mol  
Dichte: 1,79 g/cm3 
Wasserlöslichkeit:  
bei 20°C 1000g/l (alkalisch)
 
Eigenschaften:  
Kaliumnatriumtartart bildet orthorhombische Kristalle, die an der Luft verwittern. Beim Erhitzen auf über 130°C geht es in die kristallwasserfreie Form über.   
  
 
Zwei Salze der Weinsäure im Vergleich
  
Kaliumnatriumtartrat besitzt piezoelektrische Eigenschaften. Wie beim Turmalin oder beim Quarz laden sich die Kristalle unter Druckeinwirkung elektrisch auf. 
 
Herstellung:  
Das Salz der Weinsäure wurde von dem französischen Apotheker Pierre Seignette (1623-1663) vermutlich im Jahre 1660 entdeckt. Seignette setzte das im Weinstein erhältliche Kaliumhydrogentartart mit Natriumcarbonat um: 
  
3 H2O + 2 C4H5KO6 + Na2CO3  ----->  2 C4H4KNaO6 . 4H2O + CO2 
  
Unter Entwicklung von Kohlenstoffdioxid entsteht eine Lösung, aus der das Kaliumnatriumtartrat beim langsamen Abkühlen oder beim Verdunsten auskristallisiert. Die alte deutsche Bezeichnung Seignettesalz geht auf den Namen des Apothekers zurück.
 
Verwendung:  
Im Labor zur Herstellung von Fehlingscher Lösung; als Backtriebmittel, Säuerungsmittel, Komplexbildner und Säureregulator in Lebensmitteln zugelassen (E 337); als Reduktionsmittel zur Herstellung von Spiegeln; für piezoelektrische Bauteile.
 
 
deutscher
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englischer
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Kaliumnatriumtartrat 
Tetrahydrat
Potassium sodium tartrate
tetrahydrate
6381-59-5
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