Akanthit
engl. Acanthite
Nach dem griechischen Wort akantha („Dorn")
Formel
Stoffgruppe
Farbe
Strich
Glanz
Transparenz
Härte (Mohs)
Dichte
Spaltbarkeit
Bruch

Kristallsystem
Kristallklasse
Ag2S
Sulfide
bleigrau, bräunlich 
dunkelgrau glänzend
Metallglanz
undurchsichtig
2 – 2,5
7,3 g/cm3
undeutlich
uneben hakig

monoklin
monoklin-prismatisch
AkanthitLupe

Beschreibung

Argentit
Lupe
Akanthit als Varietät Argentit aus Schneeberg im Erzgebirge, Sachsen
Der Akanthit ist ein schweres, dunkelgrau glänzendes Silbermineral, das gerne spießartige Kristallaggregate bildet. Auch Kristallskelette, Nadeln, Platten oder Bleche kommen vor. Während dem Kristallisationsprozess liegt das Silber(I)-sulfid Ag2S bei Temperaturen über 173 °C in einer anderen Modifikation vor, die nach dem kubischen System kristallisiert. Diese nennt man Argentit. Bleiben nach dem Abkühlen die schon auskristallisierten Würfel bestehen, hat man es mit einem „pseudokubischen“ Akanthit zu tun. Beim Erhitzen auf Kohle bildet der Akanthit ein Silberkorn. Er löst sich in Salpetersäure unter Abscheidung von Schwefel auf.

In Deutschland findet man den Akanthit im sächsischen Erzgebirge oder in der Grube Clara im Nordschwarzwald. Weitere Fundstellen sind zum Beispiel die La Sirena Mine in der mexikanischen Region Guanajuato oder die Imiter Mine in der marokkanischen Provinz Quarzazate. Das Mineral stellt das bedeutendste Erz zur Gewinnung von Silber dar
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