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Bei chemischen Reaktionen gilt das Gesetz
der Erhaltung der Masse. Dieses Gesetz wurde von dem französischen
Chemiker Antoine Lavoisier (1743-1794)
und dem russischen Naturforscher Michail Wassiljewitsch Lomonossow (1711-1765)
formuliert:
| Gesetz
der Erhaltung der Masse:
"Nichts wird bei den Operationen künstlicher oder natürlicher Art geschaffen, und es kann als Axiom angesehen werden, dass bei jeder Operation eine gleiche Quantität Materie vor und nach der Operation existiert". Antoine Lavoisier |
| Gesetz der
konstanten Massenverhältnisse:
In einer chemischen Verbindung sind die Atome stets in einem bestimmten Massenverhältnis enthalten. Bei einer chemischen Reaktion reagieren die beteiligten Stoffe stets in typischen, konstanten Massenverhältnissen. Joseph Louis Proust |
| Volumengesetz
von Gay-Lussac:
Gase reagieren stets in Volumenver- hältnissen kleiner ganzer Zahlen, z.B.: H2 und Chlor im Verhältnis 1:1 H2 und Sauerstoff im Verhältnis 2:1 H2 und Stickstoff im Verhältnis 3:1 |
| Satz
des Avogadro:
In einem bestimmten Gasvolumen sind bei gleichen äußeren Bedingungen (Druck, Temperatur) immer gleich viele zählbare Einheiten (Teilchen) enthalten, unabhängig um welches Gas es sich handelt. Amedeo Avogadro |
Reaktionsgleichungen werden nach der chemischen
Zeichensprache auch in Formelschreibweise angegeben. Dabei gilt: Die
Zahl der beteiligten Atome der Ausgangsstoffe entspricht der Zahl der Atome
bei den Produkten (nach dem Gesetz der Erhaltung der Masse). Die
Reaktionswärme DHR
wird in kJ/mol angegeben (bei Werten <0 wird Energie frei).
Wasserstoff + Sauerstoff
-----> Wasser DHR
= -572 kJ/mol (exotherm)
2 H2
+ O2
-----> 2 H2O
Das Ausgleichen der Gleichung und die Berechnung
der Massen und Volumina der beteiligten Stoffe erfolgt mit Hilfe der Stöchiometrie.
Dabei dürfen die bei einer Reaktionsgleichung verwendeten chemischen
Formeln nicht verändert werden. Es dürfen aber beliebig viele
Atome oder Atomverbände verwendet werden (nach dem Gesetz der konstanten
Massenverhältnisse). Diese Verhältnisse drücken sich in
den ganzen Zahlen vor den chemischen Formeln aus. Zur genauen
Ausbeuteberechnung von chemischen Reaktionen werden chemische Einheiten
wie die Stoffmenge und die molare Masse benötigt.
Umkehrbarkeit von chemischen
Reaktionen
Chemische Reaktionen sind prinzipiell
auch umkehrbar. So kann aus Wasser durch eine Elektrolyse wieder Wasserstoff
und Sauerstoff gewonnen werden:
Wasser -----> Wasserstoff
+ Sauerstoff DHR
= +572 kJ/mol (endotherm)
2 H2O ----->
2 H2 +
O2
Der Energieumsatz kehrt sich dabei um:
Während bei der exothermen Reaktion zwischen Wasserstoff und Sauerstoff
Energie frei wird, benötigt man bei der elektrolytischen Zerlegung
von Wasser Energie in Form von elektrischen Strom. Verlaufen chemische
Reaktionen dagegen in einem geschlossenen System, stellt sich ein chemisches
Gleichgewicht ein, so dass Ausgangsstoffe und Produkte in einem bestimmten
Mengenverhältnis gleichzeitig vorliegen.
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