Periodensystem
Chemische Zeichensprache
Damit sich Chemiker weltweit verständigen
können, gebrauchen sie eine gemeinsame Fachsprache, die in der IUPAC-Nomenklatur
(International Union of Pure and Applied Chemistry = Internat. Union für
Reine u. Angewandte Chemie) einheitlich geregelt ist. Eine Symbolsprache
für die Chemie gab es schon im Mittelalter bei den Alchemisten. Dort
waren viele der Symbole so verschlüsselt, dass sie nur von "Eingeweihten"
gebraucht werden konnten.
alchemistische Symbole
für Gold
Die heute für die Elemente gebräuchlichen
Symbole wurden ab dem Jahre 1811 im wesentlichen von dem schwedischen Chemiker
Jöns Jacob Freiherr von Berzelius geschaffen. Berzelius benutzte nur
Buchstaben und Ziffern.
J.J. Berzelius (1779-1848)
führte die chemische Zeichensprache ein und entdeckte
darüber hinaus
eine Reihe der chemischen Elemente, z.B. Silicium, Selen und Thorium
Chemische Elemente werden heute mit dem
ersten oder den ersten beiden Anfangsbuchstaben ihres lateinischen Namens
bezeichnet:
Gold: Au
(vom lateinischen Wort aurum)
Die Elementsymbole kennzeichnen in der
Regel ein Atom eines Elements und in chemischen Gleichungen ein Mol
des Elements. Bei chemischen Verbindungen wird die Anzahl der beteiligten
Atomen durch Aufreihung der Buchstaben und einer Zahl rechts nach unten
versetzt angezeigt. In einem Molekül Wasser verbinden sich Wasserstoff-
und Sauerstoffatome im Verhältnis 2 : 1:
H2O
Diese Form der Darstellung mit Aufzählung
der Anzahl der Atome wird als Summenformel bezeichnet. Dabei gelten folgende
Regeln:
-
Bei den Salzen werden üblicherweise zuerst
die Metall-Ionen und dann die Nichtmetall-Ionen genannt, z.B. NaCl
für Natriumchlorid.
-
Bei den anorganischen Säuren beginnt
man mit dem H-Atom, z.B. HCl für Salzsäure
-
Organische Stoffe (und Säuren) beginnen
immer mit dem C-Atom, z.B. COOH für Ameisensäure.
-
Gemalte Punkte in Formeln von Salzen bedeuten
soviel wie "und", z.B. beim Kristallwasseranteil im blauen Kupfersulfat:
CuSO4 . 5H2O
Bei der "aufgelösten Formel" werden mehrfach
auftretende Atomgruppen in eine runde Klammer gesetzt. Beispiel: Der dreiwertige
Alkohol Glycerin besitzt 3 OH-Gruppen:
C3H5(OH)3
aufgelöste Summenformel
von Glycerin
Die Summenformel gibt keinen Aufschluss
über die Art und Weise, wie die Atome miteinander verknüpft sind.
Daher wird die sogenannte Lewis-Schreibweise eingeführt, die die Außenelektronen
(Valenzelektronen) kennzeichnet. Hinweis: Tauchen in chemischen
Gleichungen Punkte für einzeln besetzte Orbitale auf, sind damit die
sehr reaktionsfähigen "Radikale" gemeint, die in der Natur gelegentlich
auftreten.
Nach der Lewis-Schreibweise wird das einzelne
Außenelektron der Elemente in der I. Hauptgruppe mit einem Punkt
dargestellt:
Die Hauptgruppenelemente
erhalten je nach Elektronenbesetzung bis zu 8 Punkte. Immer zwei Punkte
kennzeichnen ein Orbital. Dabei ist zu beachten, dass die Orbitale stets
der Reihe nach einfach besetzt werden. Eine Doppelbesetzung findet erst
statt, wenn alle Orbitale einfach besetzt sind:
Doppelt besetzte Orbitale (oder gemeinsam
benutzte Elektronenpaare) werden mit einem Strich dargestellt. Ob die Bindungspartner
eine Metallbindung, eine Ionenbindung
oder eine Elektronenpaarbindung eingehen, hängt
von den Partnern ab (Näheres zur Benutzung weiterer Symbole siehe
dort).
Elektronenpaarbindung:
Bei der Elektronenpaarbindung
benutzen Moleküle gemeinsame Elektronenpaare. Die Strukturformel zeigt
die Art und Weise, wie Atome in einem Molekül miteinander verknüpft
sind. Die einfache Strukturformel gibt allerdings keinen Aufschluss über
tatsächliche räumliche Anordnungen und Abstände zwischen
den Atomen, dies leistet die Stereochemie in begrenztem Maße.
Strukturformel von
Glycerin
Dabei verdeutlicht der Strich zwischen
zwei Atomen die einfache Elektronenpaarbindung. Eine Doppelbindung wird
durch einen doppelten Strich und eine Dreifachbindung durch einen dreifachen
Strich angezeigt:
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Ethan: Einfachbindung
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Ethen: Doppelbindung
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Ethin: Dreifachbindung
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