Lexikon
Experimente zur Aktivierungsenergie
Aktivierungsenergie
EA
(vergrößerte Abbildungen
nur auf CD-ROM)
Viele chemische
Reaktionen laufen nicht von selbst ab, auch wenn sie ein großes
Potential an Reaktionswärme freigeben könnten.
Durch die Zugabe von Energie werden die vorhandenen chemischen Systeme
angeregt, sich neu zu ordnen und bilden dabei einen Übergangszustand.
Als Aktivierungsenergie wird derjenige Energiebetrag bezeichnet, der notwendig
ist, um die chemische Reaktion einzuleiten. Die dabei in Teilbereichen
frei werdende Reaktionswärme liefert dann kontinuierlich Energie,
so dass die gesamte chemische Reaktion von alleine weiter geht.
Ein brennender Holzspan
dient bei der Reaktion von Eisen- und Schwefelpulver zu Eisensulfid als
Aktivierungsenergie
durchlaufende
Diashow (nur auf CD-ROM)
Die folgenden Beispiele zeigen Möglichkeiten
auf, wie Energie zur Anregung dient:
-
Eine Knallerbse explodiert durch den Schlag,
der beim Aufprall auf den Boden entsteht.
-
Beim Mischen eines explosionsgefährlichen
Gemisches aus rotem Phosphor und Kaliumchlorat
führt die dabei entstehende Reibung zu einer vorzeitigen Explosion
(>Versuchsbeschreibung).
-
Ein Gemisch aus Chlorgas und Wasserstoff lässt
sich mit Hilfe eines hellen Lichtblitzes zur Explosion bringen (>Versuchsbeschreibung).
-
Ein Gemisch aus Zink- und Schwefelpulver verpufft
nach Berührung mit einem heißen Draht (>Versuchsbeschreibung).
Bei allen vier genannten Beispielen wird Energie
frei, es handelt sich um exotherme Reaktionen:
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Reaktionen, bei denen Energie benötigt
wird, nennt man dagegen endotherme Reaktionen. Typische Beispiele für
endotherme Reaktionen sind die Fotosynthese
oder die Zerlegung von Kupferacetat.