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| Eigenschaften:
Gadolinium ist ein silberweißes Schwermetall, das sehr weich und gut schmiedbar ist. Da es sehr unedel ist, eignet es sich als Reduktionsmittel. An trockener Luft ist Gadolinium stabil, an feuchter Luft bildet sich eine Oxidschicht. In fein verteilter Form entzündet es sich aufgrund seiner pyrophoren Eigenschaften von selbst. Mit Wasser und mit verdünnten Säuren reagiert es unter Wasserstoffbildung. |
| Vorkommen:
Gadolinium steht mit einem Anteil von 0,00059% an 45. Stelle der Elementhäufigkeit. Es steht damit zwischen Samarium und Germanium. Gadolinium kommt oft in Begleitung mit den anderen Seltenerden-Metallen in den Cermineralien vor. |
| Geschichtliches:
Der schweizer Chemiker Jean-Charles Gallisard de Marignac (1817-1894) entdeckte das Element im Jahre 1880 in Genf in Form seines Oxids. Er benannte das Element nach dem finnischen Chemiker Johan Gadolin, nach dem auch das von ihm entdeckte Mineral Gadolinit benannt ist. Sechs Jahre später isolierte des französische Chemiker Paul-Émile Lecoq de Boisbaudran (1838-1912) das Element in reiner Form. ![]() |
| Herstellung:
Nach einer Anreicherung der Erze werden die Lanthanoide mit Hilfe von Lösungsmittelextraktion und mit Ionenaustauschverfahren getrennt und zu Chloriden und Fluoriden weiterverarbeitet. Gadolinium erhält man durch eine Reduktion der Chloride im Vakuum mit Hilfe von Calcium. |
| Verwendung:
Gadolinium wird als Legierungsmetall in Chrom- und Eisenlegierungen verwendet, außerdem in elektronischen Bauteilen, Magneten und Supraleitern. Gadoliniumoxid dient in Fernsehbildschirmen zur Erzeugung der roten Farbkomponente. |
| Copyright: Thomas Seilnacht |