|
|
|||
|
|
|||
|
| Eigenschaften:
Europium ist ein eisengraues, dehnbares und gut schmiedbares Schwermetall. Es ist ein sehr unedles und sehr reaktionsfähiges Metall, das an der Luft oxidiert und sich mit Wasser und verdünnten Mineralsäuren unter Wasserstoffbildung zersetzt. Die Brennerflamme wird durch Europium kräftig rot gefärbt. |
| Vorkommen:
Europium ist ein relativ seltenes Element. Mit einem Anteil von 0,000099% steht es an 69. Stelle der Elementhäufigkeit. Es ist damit seltener als Silber, kommt aber noch häufiger als Gold oder Platin vor. Es kommt oft in Begleitung mit den anderen Lanthanoiden in den Cermineralien vor. |
| Geschichtliches:
Im Jahre 1886 untersuchte Sir William Crookes das Mineral Samarskit und fand im Linienspektrum eine Linie, die er einem bis dahin unbekannten Element zuordnete. Den Nachweis für die Existenz des Elements erbrachte der französische Chemiker Eugéne Anatole Demarcay (1852-1903) im Jahre 1901 in Paris. Er konnte als erster das Element isolieren. ![]() |
| Herstellung:
Nach einer Anreicherung der Erze werden die enthaltenen Eu3+-Ionen mit Hilfe von Zinkamalgam zu Eu2+-Ionen reduziert, wobei unlösliches Europiumsulfat ausfällt. Die Trennung erfolgt mit einer Lösungsmittelextraktion und mit Ionenaustauschverfahren. Die erhältlichen Oxide werden mit Hilfe von Lanthan reduziert. |
| Verwendung:
Die wirtschaftliche Bedeutung des Metalls ist relativ gering. Europium ist ein guter Neutronenfänger und wird in Kernreaktoren als Neutronenabsorber verwendet. Außerdem findet es sich in Leuchstoffen von Fernsehbildschirmen. |
| Copyright: Thomas Seilnacht |