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Die
Farbe von Mineralien
Idiochromatische Mineralien
Bei idiochromatischen
Mineralien sind die farbgebenden Atome am chemischen Aufbau des Minerals
beteiligt. Derartige Mineralien treten oft nur in einer einzigen Farbe
auf, sie sind sehr farbkonstant. Sie eignen sich in besonderem Maße
zur Herstellung von Pigmenten. Idiochromatische
Mineralien (und Gesteine) lassen sich anhand ihrer Strichfarbe erkennen.
Zur Ermittlung der Strichfarbe wird das Stück mit einer Ecke auf einem
rauhen Prozellantäfelchen gerieben. Zurück bleibt ein farbiger,
pulvriger Strich:
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Liegt die Mohshärte
des Minerals oberhalb von 6, muss das Mineral zuerst pulverisiert und danach
auf der Strichplatte zerrieben werden. Ist dann immer noch kein Strich
erkennbar - beispielsweise beim farblosen Strich des Fluorits
- handelt es sich in der Regel um:
Allochromatische Mineralien
Allochromatischen Mineralien
sind fremdgefärbt, bei ihnen bauen sich oft Fremd-Atome in das reine
Mineral ein. In der Regel machen diese Atome nur 1-5 Prozent der Gesamtmasse
des Minerals aus. Doch gerade sie bestimmen den Wert der farbigen Edelsteine.
Doch es gibt auch Ausnahmen: Die violette Farbe des Amethysts
und die braune Farbe des Rauchquarzes entsteht
nicht durch Fremd-Atome. Die beiden Quarz-Varietäten
entstehen durch radioaktive Strahlung aus dem umgebenden Stein.
Ein reiner, farbloser
Diamant absorbiert kein sichtbares Licht, daher
erscheint dieser Diamant nicht farbig. Stickstoff-Atome absorbieren im
Diamanten violettes oder blaues Licht, daraus resultiert für unsere
Augen dann die Farbe Gelb. Unregelmäßigkeiten im Wachstum des
Diamantkristalls werden als "grainings" bezeichnet, sie erzeugen braune
oder rötliche Farben. Bor-Atome erzeugen die Farbe der sehr begehrten
blauen Diamanten. Man hat auch nachgewiesen, dass in blassblauen Diamanten
Stickstoff-Atome als Verursacher in Frage kommen. Die Farbe Grün ist
die seltenste bei den Diamanten, hier ist die Ursache noch nicht einmal
vollständig aufgeklärt. Vermutlich absorbieren Gitterfehler im
sogenannten "GR-Center" des Kohlenstoffgrundgerüsts rotes und oranges
Licht, wodurch die grüne Farbe resultiert [Lit
Bender].
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Farbe
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rot - braun
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gelb
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grün
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blau
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Diamant
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Wachstumsfehler
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Stickstoff-Atome
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Gitterfehler im Kristall
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Bor-Atome
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Fremd-Atome können
verschiedene Farben hervorrufen: So sind Chrom-Atome für den roten
Rubin und den roten Spinell
verantwortlich, während sie beim Smaragd
das Grün verursachen. Zweiwertige Eisen-Atome erzeugen bei vielen
Mineralien ein Blau, während dreiwertige Eisen-Atome ein Gelb oder
ein Braun erscheinen lassen.
siehe auch: Farbige
Varietäten des Turmalins
Farbwirkungen durch Interferenz
Manche Mineralien zeigen
ein vielfach wechselndes Farbenspiel. Der Farbeffekt des Labradorits
beruht auf Interferenzerscheinungen.
Das metallische Glänzen von Glimmern - beispielsweise beim Muskovit
- beruht ebenfalls auf dem Phänomen. Der
Opal ist aus kleinen Cristobalit-Kügelchen,
die nur wenige Tausendstel Millimeter groß sind, aufgebaut. Die Wellenanteile
des einfallenden Lichts werden dort unterschiedlich stark reflektiert und
es entsteht eine mehrfache Überlagerung von interferierenden Lichtwellen,
was wir als farbiges Schillern wahrnehmen.
Labradorit
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Opal
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