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Die Farbe von Mineralien
 
Eigenfarbene (idiochromatische) Mineralien

Bei idiochromatischen Mineralien sind die farbgebenden Atome am chemischen Aufbau des Minerals beteiligt. Derartige Edelsteine und Mineralien treten meist nur in einer einzigen Farbe auf und sind sehr farbkonstant. Sie eignen sich in besonderem Maße zur Herstellung von Pigmenten. Beispiele:
 

 
Auripigment
(Arsensulfid)
 
Lapislazuli
(Na-Al-Silicat)
 
Malachit
(Kupfercarbonat)
Pyrolusit
(Manganoxid)
 
Idiochromatische Mineralien lassen sich anhand ihrer Strichfarbe erkennen. Zur Ermittlung der Strichfarbe wird ein Mineral mit einer Ecke auf einem rauhen Prozellantäfelchen gerieben. Zurück bleibt ein farbiger, pulvriger Strich:
 
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Liegt die Mohshärte des Minerals oberhalb von 6, muss das Mineral zuerst pulverisiert und danach auf der Strichplatte zerrieben werden. Ist dann immer noch kein Strich erkennbar (z.B. farbloser Strich beim Fluorit) handelt es sich in der Regel um:
 
Fremdgefärbte (allochromatische) Mineralien
 
Bei allochromatischen Mineralien bauen sich Fremdatome in das reine Mineral ein. In der Regel machen diese Atome nur 1-5 Prozent der Gesamtmasse des Minerals aus. Doch gerade sie bestimmen den Wert der farbigen Edelsteine. Doch es gibt auch Ausnahmen: Die violette Farbe des Amethysts und die braune Farbe des Rauchquarzes entsteht nicht durch Fremdatome. Die beiden Quarz-Varietäten wurden durch radioaktive Strahlung aus dem umgebenden Stein gefärbt.
 
Farbgebende Atome können verschiedene Färbungen hervorrufen: So färben Chromatome (Cr2O3) den Rubin und den Spinell rot, während sie beim Smaragd die grüne Färbung verursachen. Zweiwertige Eisenatome färben viele Edelsteine und Mineralien blau, dreiwertige Eisenatome färben sie gelb oder braun (vgl. die folgende Tabelle).
 
Grundmineral
rote Farbe
gelbe Farbe
grüne Farbe
blaue Farbe
Diamant
rosa (Manganatome)
gelb (dreiwertige Eisenatome)
 
blau (Aluminium- oder Boratome)
Beryll
rosa (Morganit; Cäsium- und Manganatome
gelb (Heliodor; dreiwertige Eisenatome)
 
grün (Smaragd; Chromatome)
 
blau (Aquamarin; zweiwertige Eisenatome, Titanatome)
Korund
rot (Rubin; Chromatome)
gelb (dreiwertige Eisenatome)
grün (Mischung zwischen zwei- und dreiwertigen Eisenatomen)
blau (Saphir; zwei-
wertige Eisenatome)
Spinell
rot (Chromatome)
gelb (dreiwertige Eisenatome)
grün (Mischung zwischen zwei- und dreiwertigen Eisenatomen)
blau (zweiwertiges 
Fe, Titanatome)
Turmalin
 
rosa/rot (Manganatome)
 
gelb/braun (dreiwertige Eisenatome)
 
grün (Chrom-, Vanadiumatome oder wie bei Spinell)
 
blau: Indigolith
(zweiwertige Eisenatome)
 
 
Farbwirkungen duch Interferenz und Beugung

Manche Mineralien zeigen ein vielfach wechselndes Farbenspiel. Der Farbeffekt des Labradorits beruht auf Interferenzerscheinungen. Das metallische Glänzen von Glimmern (z. B. Muskovit, Fuchsit) beruht ebenfalls auf dem Phänomen der Interferenz.
 
Der Opal ist aus kleinen Cristobalit-Kügelchen (besondere Forms des Siliciumdioxids), die nur wenige Tausendstel Millimeter groß sind, aufgebaut. Das einfallende Licht wird an den Kügelchen reflektiert, gestreut und gebeugt.
 

 
Interferenzerscheinungen 
beim Labradorit
 
Reflexionsbeugung 
beim Opal
 
 
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