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Spinell
 
Fundort: Luc Yen, Provinz Yen Bai/Vietnam 
Kurzportrait Die Mineralien aus der Spinell-Gruppe sind sehr harte Mineralien, die besonders gerne scharfkantige, oktaedrische Kristalle nach dem kubischen System ausbilden. Verzwillingte Kristalle erinnern an einen Davidstern. Der Begriff Spinell ist nach dem lateinischen Wort spinus (Schlehdorn) benannt. Dies könnte sich auf die blauschwarze Färbung der Schlehenfrüchte beziehen, oder auch auf die Dornen. Der reine Aluminat-Spinell ist farblos. Durch Einlagerung von Fremd-Atomen können sich farbige Varietäten ausbilden. Rote, blaue oder grüne, klare Spinelle werden als Edler Spinell bezeichnet, sie erhalten ihre Farbe durch Einlagerung von Chrom-Atomen oder anderen Atomen. Der Picotit ist ein schwarzer, in der Durchsicht dunkelbrauner Spinell mit der Formel (Fe2+,Mg)(Al,Cr,Fe3+)2O4. Ein großer Anteil der auf dem Markt befindlichen blauen Spinelle sind künstlich hergestellt. Rote Spinelle werden häufig mit dem Rubin verwechselt.
Formel (Familie) MgAl2O4  (Aluminat)
Farbe blau, grün, schwarz, rot, gelb, violett
Strich und Glanz weiß, Glasglanz
Härte und Dichte 8 (Mohs); 3,6 g/cm3
Spaltbarkeit und Bruch undeutlich, Bruch  muschelig
Kristallsystem und Formen kubisches System; Oktaeder (häufig, s.o.), Rhombendodekaeder, Trisoktaeder
Aggregate Kristalle, auch Zwillinge ("Davidstern"); körnig
Nachweis hohe Härte, in Säuren nicht löslich, vor dem Lötrohr nicht schmelzbar
Fundorte (Auswahl) Monte Somma am Vesuv/Italien, Mogok/Myanmar, Luc Yen/Provinz Yen Bai/Vietnam,  Madan/Afghanistan, Gilgit/Pakistan