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Zinkblende, Sphalerit
 
Fundort: Elmwood/Tennessee
Kurzportrait Das Mineral Sphalerit wird von den Bergleuten auch Zinkblende genannt. Es stellt wie der Smithsonit ein bedeutendes Zinkerz dar und wird aufgrund der Beimengungen auch zur Gewinnung von Cadmium, Indium und Gallium benötigt. Das Wort Zinkblende ist nach dem Element Zink benannt, Sphalerit nach dem griechischen Wort sphaleros (trügerisch). Dies hängt damit zusammen, dass das Erz zwar metallisch glänzt, aber die Bergleute bis zum 18. Jahrhundert daraus kein Metall gewinnen konnten. Sphalerit bildet gelegentlich schöne Kristalle nach dem kubischen System, es kommen auch klare, honiggelbe Kristalle vor.
Formel (Familie) ZnS  (Sulfide)
Farbe braun, honiggelb, rötlich, schwarz, grünlich
Strich und Glanz gelblichweiß, hellbraun; metallischer Diamantglanz
Härte und Dichte 3,5-4 (Mohs); 3,9-4,2 g/cm3
Spaltbarkeit und Bruch vollkommen, Bruch muschelig, splittrig
Kristallsystem und Formen kubisches System; Hexaeder, Rhombendodekaeder, Tetraeder, Tetrakishexaeder, Deltoiddodekaeder, Hexakistetraeder, oft Zwillinge
Aggregate verzerrte Kristalle; dicht, derb, spätig, körnig, eingesprengt, krustig, schalig, nierig, gebändert
Nachweis löst sich in Salpetersäure unter Schwefelabscheidung, schmilzt vor dem Lötrohr kaum, knistert, wird rissig und bildet mit der Oxidationsflamme auf Kohle einen weißen Belag (Zinkoxid)
Fundorte (Auswahl) meist zusammen mit Bleiglanz, Elmwood/Tennessee, Trepca/Serbien, Bleiberg/Kärnten, Naica/Mexiko, Dalnegorsk/Russland und viele andere Fundstellen
 
 
 
Rhombendodekaeder
Dalnegorsk/Russland
Honiggelber Sphalerit
Binntal/Wallis