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Rutil
Sagenitgitter,
Fundort: Rhoneschlucht/Wallis
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| Formel
(Familie): |
TiO2
(Oxide) |
| Namensgebung: |
nach dem lateinischen Wort
rutilus ("rötlichgelb") |
| Farbe: |
rötlichgrau, bräunlich,
schwarz, goldfarben |
| Strich
und Glanz: |
braungelb; Metallglanz,
Diamantglanz |
| Härte
und Dichte: |
6-6,5 (Mohs); 4,26-5,6 g/cm3 |
| Spaltbarkeit
und Bruch: |
deutlich, Bruch muschelig,
uneben |
| Kristallsystem
und Formen: |
tetragonales
System; Basispinakoid, Prismen, Dipyramiden, oft prismatisch langgestreckt
und nadelig, auch Zwillinge und Drillinge (gitterartige Verwachsungen im
Winkel von 60° werden als "Sagenitgitter" bezeichnet, s.o.) |
| Aggregate: |
Kristalle selten; derb,
körnig, eingewachsen in Quarz (Nadeln), Körner |
| Nachweis: |
Zwillingsbildungen sind
typisch, ist unter den drei Titandioxid-Mineralien (neben Anatas
und Brookit) am beständigsten und am weitesten
verbreitet, in Säuren nicht löslich, vor dem Lötrohr nicht
schmelzbar |
| Fundorte
(Auswahl): |
Cavradischlucht, Rhoneschlucht/Schweiz;
industrieller Abbau: Norwegen, USA, Australien, Russland, Sri Lanka, Indien |
| Bedeutung: |
Titanerz, zur Herstellung
des Pigments Titandioxid (Weißpigment) und von Schweißelektroden |