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Pechblende, Uraninit radioaktiv
 
Fundort: La Creusa/Wallis
Kurzportrait Die Pechblende ist ein schwarzes, stark radioaktives Mineral mit relativ hoher Dichte. Sie stellt ein bedeutendes Erz zur Gewinnung von Uran und anderen radioaktiven Metallen wie Radium oder Thorium dar. Die Bergleute hielten die Pechblende früher für eine pechartige Abart der Zinkblende, so entstand der bergmännische Name. Der offizielle Mineralname Uraninit ist nach dem chemischen Element Uran in Anlehnung an das griechische Wort ouranos (Himmel) benannt. Durch Zersetzung entstehen gelbe Verwitterungsprodukte, die aus dem Mineral Uranophan-Beta bestehen. Das private Sammeln ist aufgrund der starken Radioaktivität problematisch. Pechblende muss in einem geschlossenen Bleibehälter aufbewahrt werden.
Formel (Familie) UO2  (Oxide)
Farbe pechschwarz, grünlich, bräunlich
Strich und Glanz grauschwarz, Fettglanz, Wachsglanz, matt
Härte und Dichte 4-6 (Mohs), 6,5-10 g/cm3
Spaltbarkeit; Bruch keine, Bruch muschelig
Kristallsystem und Formen kubisches System, Hexaeder, Rhombendodekaeder, Oktaeder
Aggregate meist würfelige Kristalle, derb, dicht, in Adern, kugelig
Nachweis Achtung, stark radioaktiv (!), in warmer Salpeter- und Schwefelsäure löslich, vor dem Lötrohr nicht schmelzbar
Fundorte (Auswahl) Menzenschwand/Schwarzwald, Wölsendorf/Bayern, La Creusa/Wallis, abbauwürdige Vorkommen: Australien, Südafrika, Kanada, Niger, USA