![]() weißes, kristallines Pulver |
Xn
Gesundheitsschädlich |
RS-Sätze:
R 40 S 36/37 Entsorgung: G 1 MG: 318,323 g/mol Dichte: 1,277 g/cm3 Schmelztemperatur: 262,5 °C Löslichkeiten: Ethanol und Alkalien |
| Eigenschaften:
Reines Phenolphthalein ist ein geruchloses, weißes Pulver, das sich in Wasser nicht, in Ethanol jedoch löst. Aufgrund des Verdachts einer krebserzeugenden Wirkung beim innerlichen Einnehmen sollte beim Herstellen der Lösungen im Abzug mit Hand- und Mundschutz gearbeitet werden. Die 1%ige Lösung in Ethanol dürfte bei Berührung aufgrund der geringen Konzentration jedoch kaum gesundheitliche Schäden verursachen. Im sauren und neutralen Bereich liegt das Phenolphthalein in der lactoiden Form vor. Bei Zugabe von Alkalien öffnet sich der Lactonring und man erhält die chinoide Form. Bei einem pH-Wert von 8,2 erfolgt ein Farbumschlag von farblos nach rosa. Durch Zugabe von Säure wird der Farbumschlag wieder rückgängig gemacht: ![]() Aus diesem Grund eignet sich Phenolphthalein als Indikator zur Identifikation von Basen oder bei der Titration von Basen. Bei einem sehr hohen pH-Wert nahe 14 wird es wieder farblos. |
| Herstellung:
Phenolphthalein wird durch das Erhitzen von 1 Mol Phthalsäureanhydrid mit 2 Mol Phenol unter Zugabe von konzentrierter Schwefelsäure dargestellt. Das Phthalsäureanhydrid kann aus Phthalsäure gewonnen werden. Bei der sogenannten Friedel-Craft-Reaktion führt die Wasserabspaltung zum Phenolphthalein: ![]() |
| Verwendung (Auswahl):
Phenolphthalein ist ein wichtiger Indikator im Labor. Gebräuchlich sind 0,1%ige oder 1%ige Lösungen in Ethanol (>Herstellungsvorschrift). Früher wurde es als Abführmittel verwendet. Heute ist diese Anwendung wegen des Verdachts einer krebserzeugenden Wirkung nicht mehr erlaubt. |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| Copyright: T. Seilnacht |