Allargentum
engl. Allargentum
Nach dem griechischen Wort allos („anderes“) und dem lateinischen Wort argentum („anderes Silber")
Formel
Stoffgruppe
Farbe
Strich
Glanz
Transparenz
Härte (Mohs)
Dichte
Spaltbarkeit
Bruch

Kristallsystem
Kristallklasse
AgSb
Antimonide
silbergrau, gelblich
silbergrau
Metallglanz
undurchsichtig
3,5
10,0 g/cm³
kaum
uneben

hexagonal
dihexagonal-dipyramidal
AllargentumLupe

Beschreibung

Allargentum ist nach Silber gediegen das Mineral mit dem höchsten Silbergehalt. Es ist häufig mit dem Mineral Dyskrasit Ag3Sb oder mit elementarem Silber vermischt. Allargentum besitzt aber eine höhere Dichte im Vergleich zum Dyskrasit. Das Mineral kommt meistens derb oder körnig vor, Kristalle sind nur mikrokristallin ausgebildet. Allargentum kann auch pseudomorph nach Dyskrasit auftreten, bei solchen Stücken sind die Kristallstrukturen des Dyskrasits noch erhalten geblieben. Allargentum schmilzt vor dem Lötrohr und bildet ein Silberkorn. Es hinterlässt auf der Strichtafel einen silbergrauen Strich, der durch Salpetersäure aufgelöst wird.

Allargentum wäre ein sehr ergiebiges Erz zur Gewinnung von Silber, allerdings kommt es nur sehr selten vor. Bekannte Fundort in Deutschland sind das Lagerstättenrevier Schlema-Alberoda-Hartenstein im sächsischen Erzgebirge oder die Grube Wenzel bei Oberwolfach im Nordschwarzwald. Die Lawson Mine in der kanadischen Provinz Ontario liefert ebenfalls das Silbermineral.
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