Das Erhitzen eines Kupferbriefs
 
 
Stoffe: 
Kupferblech ca. 5x12cm; evt.: Kupferpulver, Wasser, Kaliumnitrat, Glaswolle...
Geräte:
Schutzbrille, Brenner und Streichhölzer, Tiegelzange, Uhrglasschale 10cm, Scheren, genaue Waage (0,01g) auf dem Lehrertisch; evt.: Reagenzgläser, Petrischalen...
Schutzbrille aufziehen!  
Heißes, erhitztes Blech nicht anfassen!
 
 
Didaktische Bemerkungen:
Das Experiment empfiehlt sich nach der Einführung der chemischen Reaktion zur experimentellen Erarbeitung oder zur Vertiefung des Oxidationsbegriffes. Während des Experimentierens darf der Raum nicht zu hell beleuchtet sein! Lesen Sie auch die Informationen zu Kupfer(II)-oxid!
 
 
Initiation (siehe auch Merkblatt):
Den Schülern wird gezeigt, wie man das Kupferblech zu einem Brief faltet. Zuerst wird es einmal quer in der Mitte gefaltet, dann werden die drei offenen Ränder umgefaltet, so dass das Innere des Blechs luftdicht verschlossen ist. Die Schüler erhalten folgende Arbeitsaufträge:  
Von Schülern entwickelte Variationsexperimente:  
Fotografische Dokumentation:
 
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Das Bild ganz links zeigt, wie die "Flamme das Blech frisst", bzw. wie das Blech oxidiert. Die Flamme färbt sich dabei grün. Auf dem Bild daneben ist zu erkennen, dass die Flamme den Vorgang der Oxidation wieder rückgängig machen kann. Dieses Phänomen wird durch nicht verbranntes Butangas, das eine Reduktion verursacht, ausgelöst. Allerdings ist dies zu diesem Zeitpunkt für die Schüler nicht einsichtig. Es genügt daher die bloße Wahrnehmung des Phänomens. Die Vergrößerung des erhitzten Briefs von außen zeigt (Bild ganz rechts), wie die oxidierte Schicht beim Abkühlen allmählich abplatzt. Dabei bilden sich Röllchen. Außerdem ist ein Farbspiel sichtbar (das die verschiedenen Oxidationsstufen des Kupfers darstellt).
 
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Nach dem Auffalten des Briefs zeigen sich innen und außen deutliche Unterschiede. Während innen das Kupfer nur gering angelaufen ist, kann man außen eine deutliche Veränderung der Blechstruktur erkennen. Das Bild rechts zeigt einen Kupferbrief, den ein Schüler wochenlang (zufällig) neben seinem verwesenden Pausenbrot aufbewahrte. Wahrscheinlich bildete sich unter dem Einfluss von Kohlenstoffdioxid, Luft und Wasser aus dem vergärenden Brot eine blaugrüne Patina. An der Luft auf einer Fensterbank würde dieser Prozess noch wesentlich länger dauern.
 
 
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