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Chemische Unterscheidung von Calcit und Aragonit
 
Aragonit ist im Gegensatz zum Calcit nur schlecht spaltbar. Da dieser Test jedoch für einen Sammler meistens nicht in Frage kommt, kann eine chemische Nachweismethode angewandt werden (Lit.: W. Lieber, Calcit, Baustein des Lebens, 1990). Die Säureprobe, bzw. das Auftröpfeln von verdünnter Salzsäure verhindert eine Verwechslung mit dem von der chemischen Zusammensetzung ähnlichen Dolomit, unterscheidet aber nicht Calcit von Aragonit. Ein wesentlicher Unterschied ist jedoch darin zu sehen, dass das Calciumcarbonat im Aragonit in großer Reinheit vorkommt. Der nachfolgende Test nutzt diese Unterscheidungsmöglichkeit.
 
Arbeitsvorschrift
 
Herstellung der Reagenzlösung

11,8g Mangansulfat (MnSO4 . 7H20) werden in 100ml destilliertem Wasser gelöst und danach 1g gepulvertes Silbersulfat *) hinzugefügt. Die Lösung wird 3 Minuten lang gekocht und nach dem Abkühlen filtriert. In das Filtrat gibt man 2 Tropfen 10%-ige Natronlauge und rührt kräftig um, bis ein dunkler Niederschlag entsteht. Nach 2 Stunden Stehen-Lassen wird erneut filtriert. Das Filtrat sollte in einer dunklen Flasche luftdicht aufbewahrt werden.
 
Durchführung des Tests
 
Ein höchstens erbsengroßes Stück des Minerals wird im Mörser pulverisiert. Danach werden 2 Tropfen der Reagenz aufgeträufelt. Verfärbt sich das Pulver innerhalb von 2 Minuten dunkelgrau oder schwarz, ist Aragonit vorhanden. Calcit ergibt keine Färbung. Soll die Mineralienstufe nicht beschädigt werden, kann man ein paar wenige Tropfen auf eine saubere Stelle (Bruchstelle) auftropfen. Man wartet die Färbung ca. 10 Minuten ab. Nach dem Nachweis sollte die Reagenz gut abgewaschen werden.
 
 
Herstellung von Silbersulfat durch Fällung

Zu konzentrierter Silbernitratlösung wird Natriumsulfat gegeben.