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Gips,
Selenit
Fundort:
Hines Creek/Alberta/Canada
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| Kurzportrait |
Gips kennt man als Baustoff
zur Herstellung von Mörtel, Estrichen und Gussformen. Calciumsulfat
ist ein Füllstoff für Papier und dient zur Herstellung von Schwefelsäure.
Das Mineral Selenit ist weich und sehr spröde, klare Spaltstücke
nennt man Marienglas. Vom ähnlichen Anhydrit
unterscheidet es sich durch den fehlenden Wasseranteil. Selenit bildet
gerne Kristalle, bei Sammlern sind besonders Zwillinge begehrt. Sandrosen
entstehen aus sulfatreichem Grundwasser, das in Wüsten von unten in
den Sand aufsteigt. Der Name Gips stammt vom griechischen Wort gypsos
ab, Selenit ist nach der griechischen Mondgöttin Selene benannt:
Die Griechen verwendeten Fenster aus durchscheinendem Gips und das durchscheinende
Licht schien wie Mondlicht. |
| Formel
(Familie) |
CaSO4
• 2H2O (Sulfate) |
| Farbe |
farblos, weiß, gelblich,
rötlich, bläulich, grau, schwarz |
| Strich
und Glanz |
weiß; Glasglanz, Perlmutterglanz
(Spaltflächen), Seidenglanz (Fasergips) |
| Härte
und Dichte |
1,5-2 (Mohs); 2,3-2,4 g/cm3 |
| Spaltbarkeit;
Bruch |
sehr gut; Bruch uneben |
| Kristallsystem
und Formen |
monoklines
System, Pinakoide, Prismen, häufig Zwillinge (Berührungszwillinge,
z.B. "Schwalbenschwanz"), Durchdringungszwillinge |
| Aggregate |
strahlige
Kristallaggregate, Spaltstücke (Marienglas),
derb, körnig, durchscheinend (Alabaster),
faserig (Fasergips), rosettenartig: "Sandrosen"
(bilden sich aus sulfatreichem, aufsteigendem Grundwasser in Wüsten) |
| Nachweis |
in Säuren kaum löslich,
gibt beim Erhitzen im Reagenzglas Kristallwasser ab (gebrannter Gips ergibt
im Ggs. zum Calcit mit Wasser keine Reaktion),
ist härter als Talk, aber weicher als Calcit und Aragonit |
| Fundorte
(Auswahl) |
Volterra/Toscana/Italien
und Zaragoza/Spanien (Alabaster), Marokko,
u.v.a. |