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Im Polyurethan-Makromolekül treten
Urethan-Brücken auf (-NH-CO-O-). Im Labor kann die Bildung eines Polyurethan-Schaumstoffes
demonstriert werden, in dem man die gleichen Mengen Desmodur (Isocyanat-Komponente)
mit Desmophen (Alkohol-Komponente mit Wasseranteil) vermischt und verrührt.
Die Mischung schäumt kräftig auf und es bildet sich ein Schaum
mit der 25fachen Volumenmenge. Durch die Zugabe von Wasser bei der Herstellung
entsteht Kohlenstoffdioxid, das zu einem
Aufschäumen führt. Je nach Reaktionsbedingung lassen sich harte,
weiche oder elastische Schaumstoffe produzieren. Hochelastische Schaumstoffe
dienen zur Herstellung von Schuhsohlen, weiche Schaumstoffe werden in der
Möbelindustrie eingesetzt, z.B. für Matratzen oder Polster. Harte
Schaumstoffe lassen sich zu Dämmplatten und Isoliermaterial verarbeiten.
Skier bestehen heute im Vergleich zu früher
nicht mehr aus Holz. Sie enthalten einen Kern mit Polyurethan-Schaumstoff,
der von weiteren Kunststoffen umgeben ist, z.B. Epoxidharz/Glasfaser-Laminat
und ABS-Harzen. Der Innenschuh eines modernen
Skistiefels ist aus Polyurethan-Weichschaum aufgebaut, während der
Außenstiefel aus hartelastischem Polyurethan gefertigt ist. Der Schuh
aus Kunststoff ist wasserdicht, kratzfest und behält bis zu einer
Temperatur von -25°C seine elastischen Eigenschaften. Moderne Ski-Rennanzüge
bestehen aus Urethan-Kautschuk und Helme aus Urethan-Hartschaum. Dies macht
deutlich, dass diese Kunststoff-Gruppe aus dem modernen Skisport nicht
mehr wegzudenken ist.
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