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zwei Jahren kehrte Cézanne mit seiner Familie nach Paris zurück
und nahm etwas später eine Einladung von Pissaro nach Pontoise im
Tal der Oise an. Während dieser fruchtbaren Zeit erreichte Pissaro,
dass Cézanne die dunklen Farben von seiner Farbpalette verbannte.
Er gab dem Freund viele, gute Ratschläge:
"Arbeiten Sie Stück
für Stück, tragen Sie überall Farben auf in genauer Beobachtung
der Tonwerte im Verhältnis zur Umgebung. Malen Sie mit kleinen Pinselstrichen,
und versuchen Sie, ihre Wahrnehmungen sogleich festzuhalten. Das Auge darf
sich nicht auf einen bestimmten Punkt konzentrieren, sondern muss alles
aufnehmen und dabei die Reflexe der Farben auf ihre Umgebung beachten.
Arbeiten Sie nebeneinander am Himmel, am Wasser, an den Zweigen und an
der Erde, und verbessern Sie immer wieder, bis das Ganze stimmt. Bedecken
Sie schon in der ersten Sitzung die ganze Leinwand, und arbeiten Sie, bis
es nichts mehr hinzuzufügen gibt. Beobachten Sie die Luftperspektive
genau vom Vordergrund bis zum Horizont, den Widerschein des Himmels und
des Laubs.
Haben Sie keine Angst,
kräftig Farbe aufzutragen; verfeinern Sie nach und nach die Arbeit.
Gehen Sie nicht nach Regeln und Prinzipien vor, sondern malen Sie, was
sie wahrnehmen und empfinden. Malen Sie flott und ohne Zögern, denn
es ist wichtig, den ersten Eindruck festzuhalten. Nur keine Schüchternheit
vor der Natur! Man muss kühn sein, auch auf das Risiko hin, sich zu
irren und Fehler zu machen, Es gibt nur einen Lehrer: die Natur..." (Zitat
von Pissaro, entnommen aus: Becks-Malorny, 1995)
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Paul Cézanne:
Das Meer bei L'Estaque
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Entstehung 1876 in L'Estaque,
Öl auf Leinwand, 42 x 59 cm
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1876 hielt sich Cézanne
erneut in L'Estaque auf und malte diesmal freundlichere Bilder. Er erinnerte
sich an die Ratschläge von Pissaro und vertiefte sich vor dem Malen
in einen langen Akt des Schauens. Im "Meer bei L'Estaque" (1876) drängen
die Dächer und Wände der Häuser mit warmen Farben (Rot und
Gelb) in den Vordergrund, während die Komplementärfarbe Blau
von Himmel und Meer eher "kalt" wirken und somit die Behausungen der Menschen
besonders hervorheben. Cézanne schrieb in einem Brief an Pissaro:
"Es ist hier wie eine
Spielkarte. Rote Dächer vor dem blauen Meer... Es sind Olivenbäume
und Pinien, die immer ihr Laubwerk behalten. Die Sonne ist hier so fürchterlich,
dass mir scheint, als ob alle Gegenstände sich als Silhouetten abhöben,
und zwar nicht nur in Schwarz und Weiß, sondern in Blau, in Rot,
in Braun, in Violett" (Cézanne, 1876, in: Becks-Malorny, 1995, S.
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