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Claude Monet wurde am 14. November 1840
in Paris geboren. Im Alter von fünf Jahren zog er mit seinen Eltern
in die Hafenstadt Le Havre. Die Kindheits-Eindrücke von Hafen, Küste
und Meer malte Monet später immer wieder (vgl. Impressionismus).
Als er 15 Jahre alt war, zeigte er große Begabung beim Zeichnen von
Karikaturen. Dem bekannten Landschaftsmaler Eugène Boudin (1824-1898)
gefielen diese Zeichnungen, so dass er den jungen Monet oft zum Malen im
Freien mitnahm. Im Jahre 1859 ging Monet entgegen dem Willen seines Vaters
nach Paris, um dort Malerei zu studieren. Dort lernte er die Maler Pissaro
und Renoir kennen. 1865 stellte der Salon zwei seiner Werke aus.
Bei der ersten Impressionisten-Ausstellung
im Jahre 1874 fiel das berühmteste Bild der Impressionisten "Impression
- Sonnenaufgang" bei den Kritikern durch (siehe vorherige
Seite).
In dieser Zeit malte Monet oft im Freien.
Die neue Erfindung der Tubenfarbe war dafür genauso eine wichtige
Voraussetzung wie die neu aufkommende Eisenbahn, welche den städtischen
Arbeitern und Kleinbürgern Ausflüge in die Vororte von Paris
ermöglichte. Das Ölgemälde "Der Spaziergang" zeigt Monets
erste Frau Camille und seinen Sohn Jean. Camille steht auf dem erhöhten
Punkt eines Hügels und hebt sich vor der mit lockeren Pinselstrichen
gemalten, hellblauen, mit weißen Wölkchen bedeckten Himmelsatmosphäre
ab. Alles erscheint luftig und leicht, was vor allem durch den mit cobaltviolett
gemalten Schatten des weit geschwungenen Rocks von Camille betont wird.
Im Rock findet sich auch ein leichtes Grün, welches vom Farbreflex
des Grases herrührt. Die Jugendlichkeit Jeans wird durch den ihn umgebenden,
türkisfarbenen Farbsaum und durch die rötlich gemalten Wangen
verstärkt.
Im Jahre 1883 bezog er mit seiner neuen Gefährtin Alice Hoschedé und seinen Kindern ein Haus in Giverny, einem weit abgelegenen Vorort von Paris. Seine erste Frau Camille war 1879 gestorben. Monet kaufte sich 1890 das malerische Grundstück und widmete sich ganz der Gestaltung seines eigenen Gartens. Zusammen mit seiner Familie wandelte er einen Obstgarten in ein Paradies mit Blumenmeeren und Teichen um, in dem sich exotische Pflanzen wie die blassblauen Glycinien, die violette Iris, die aus Mexiko importierten Tuberosen und vor allem die perlmuttschimmernden Seerosen, eine seiner Lieblingspflanzen, befanden. Über seinen Seerosenteich ließ er eine japanische Holzbrücke bauen, die er immer wieder malte (vgl. Erläuterungen zur Farbe Grün). Vor allem die Gartenbilder fanden großen Gefallen beim Stadtpublikum in Paris, so dass ganze Scharen der Stadtbevölkerung zu Monets Garten pilgerten. Bis zu seinem Tod 1926 malte Monet inmitten seinem Paradies und war sehr glücklich. Noch heute ist der Garten Monets in Giverny (>Internet) ein großer Anziehungspunkt.
Auf dem Bild "Irisbeet im Garten" lässt
sich im Hintergrund das Haus von Monet vermuten. Die angedeuteten Formen
verschwimmen zugunsten einer groß angelegten Farbsymphonie der Blumen.
Licht und Schatten werden ganz durch die fast expressive Verwendung der
Farben dargestellt. Der Betrachter hat den Eindruck, im Blütenmeer
zu versinken, ja er meint, den Geruch der Iris wahrnehmen zu können.
Andere Internetseiten
Claude
Monet im Web-Museum
Große
Monet-Bildergalerie im CGFA
Claude
Monet in Giverny
| Copyright (Text): T. Seilnacht |