Austinit toxisch
engl. Austinite
Nach dem amerikanischen Mineralogen Austin Flint Rogers (1877–1957)
Formel  
Stoffgruppe
Farbe
Strich
Glanz
Transparenz
Härte (Mohs)
Dichte
Spaltbarkeit
Bruch

Kristallsystem
Kristallklasse
CaZn(AsO4)(OH)
Arsenate
grün, gelblich, weißlich, braun
weiß

Diamantglanz, Seidenglanz
durchsichtig bis durchscheinend
4 – 4,5
4,13 g/cm³
gut
spröde

orthorhombisch
orthorhombisch-disphenoidisch
Austinit aus LaurionLupe
Eigenschaften
Varietäten
Kristallformen
Geschichte
Vorkommen
Verwendung
Beschreibung

Eigenschaften


Austinit ist ein seltenes Mineral, das meistens grasgrün, seltener gelblich, weißlich oder bräunlich erscheint. Es ist aus Calcium-, Zink-, Arsenat- und Hyroxid-Ionen aufgebaut. Reiner Austinit ist weiß, durch Fremdbeimengungen kann er auch grün, hellgelb oder bräunlich erscheinen. Das Mineral wird durch Säuren angegriffen und schmilzt vor dem Lötrohr. Dabei werden toxische Arsenverbindungen frei. Die Marshprobe aus Arsen verläuft positiv.


Austinit aus der Ojuela Mine
Lupe
Austinit aus der Ojuela Mine in Mexiko
Austinit
Lupe
Austinit aus der Gold Hill Mine in Utah, USA
Varietäten

Der Cuproaustinit oder Barthit ist eine grüne Varietät, die Kupfer-Ionen enthält.


Kristallformen und Wachstum

Der Austinit kristallisiert nach dem orthorhombischen System. Die Kristalle werden aus Pinakoiden, Prismen und Disphenoiden gebildet. Der bevorzuge Habitus der Kristalle ist prismatisch. Es kommen Zwillinge vor, die eine Links- oder eine Rechtsdrehung zeigen. Es treten auch radialstrahlige, faserige oder nierige Aggregate auf, oder das Mineral bildet krustige Überzüge. Der Adamin zeigt deutlich andere Kristallformen. Begleitminerale sind zum Beispiel Adamin, Calcit, Limonit, Konichalcit oder Quarz.


Geschichte

Als Typlokalität gilt die Gold Hill Mine in Utah, wo der Austinit erstmals entdeckt wurde. 1935 beschrieb Lloyd W. Staples das Mineral und benannte es nach dem US-amerikanischen Mineralogen Austin Flint Rogers (1877–1957).


Vorkommen

Der Austinit kommt in der Oxidationszone von Kupfererz-Lagerstätten vor. Bei Micromount-Sammlern sind vor allem die grünen Kristalle aus Laurion in Griechenland bekannt. Weitere Fundstellen sind neben der Typlokalität in Utah zum Beispiel der Pucherschacht bei Schneeberg im sächsischen Erzgebirge oder die Ojuela Mine in Mexiko.


Verwendung

Das Mineral wird aufgrund seiner auffälligen Farben und Formen gerne von Micromount-Sammlern gesammelt. Es muss aufgrund seiner Toxizität in geschlossenen Dosen aufbewahrt werden.
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