| Das
Wort Schellack leitet sich vom Niederländischen Schellak (Schuppe)
ab. Schellack wird seit langem schon in Indien und Thailand gewonnen. Früher
diente er zur Herstellung von Siegellack für Urkunden und Briefe,
als Abschlussfirnis für Ölgemälde, als Politur für
helle Hölzer, als Kitt oder in Borax gelöst als extrem beständige
Tinte. Von 1900 bis in die 1960iger Jahre war er für die Herstellung
von Schallplatten, den Schellackplatten, von großer Bedeutung. Farben
und Lacke auf Schellackbasis sind heute immer noch weit verbreitet. Beim
Vergolden oder Versilbern dient ein Überzug aus Schellack als Schutz.
Schellackpolituren dienen zur Restaurierung und Pflege von Möbeln.
Als Lebensmittelzusatzstoff E 904 ist Schellack als Überzugsmittel
für Schokolade oder Kaugummi zugelassen, ebenso in der Medizin für
die Beschichtung von Tabletten und Kapseln. Der Geigen- und Zupfinstrumentenbau
benötigt ihn für die Lackherstellung. Da Schellack selbst mit
heller Flamme brennt, eignet er sich als Zusatz in bengalischen Feuern.
Die Naturkosmetik setzt ihn für Haarsprays ein. Darüber hinaus
kommt er als Klebemittel in zahlreichen Anwendungen vor, beispielsweise
in Zigaretten oder in Perlenketten. |