Iodstärke-Reaktion
zum Nachweis von Vielfachzuckern
 
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Arbeitsvorschrift:
Tropft man Iod-Kaliumiodidlösung auf ein stärkehaltiges Nahrungsmittel (z.B. Brot oder aufgeschnittene Kartoffeln), erfolgt eine Blaufärbung (bei höheren Konzentrationen lila-schwarz), die auf Stärke hinweist. Der Test gelingt auch im Reagenzglas mit kalter Iod-Kaliumiodidlösung und einer stärkehaltigen Substanz. Dabei darf allerdings nicht erhitzt werden (Näheres siehe >Gleichgewichtsreaktionen). Die Reaktion ist sehr empfindlich.
 
Theorie:
Iod-Kaliumiodidlösung enthält elementares Iod (>Herstellungsvorschrift). Die Zugabe von Kaliumiodid ermöglicht ein erheblich höheres Lösungsvermögen von Iod in Wasser. Die Iodstärke-Reaktion beruht auf dem Einbau von Iodatomen in die Kettenmoleküle der Stärke, wobei Iodstärke als Einschlussverbindung entsteht. Diese Verbindung absorbiert langwelliges Licht, daher wird nur blaues Licht reflektiert. Beim Erwärmen zerfällt die Verbindung wieder.
 
 
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