Skolezit
engl. Skolecite
Nach dem griechischen Wort skolex („Wurm“)
Formel
Stoffgruppe
Farbe
Strich
Glanz
Transparenz
Härte (Mohs)
Dichte
Spaltbarkeit
Bruch

Kristallsystem
Kristallklasse
Ca(Si3Al2)O10 • 3 H2O
Silicate
farblos, weiß
weiß
Glasglanz, Seidenglanz
durchscheinend bis durchsichtig
5 – 5,5
2,2 – 2,3 g/cm³
vollkommen
muschelig

monoklin
monoklin-domatisch
SkolezitLupe

Beschreibung

Skolezit
Lupe
Skolezit aus Linescio, Kanton Tessin, Schweiz
Der Skolezit zählt wie die Mineralien der Heulandit- und der Stilbit-Gruppe zu den Zeolithen, die aus Gerüstsilicaten mit einem Kristallwasseranteil aufgebaut sind. Der Skolezit kann nur schwer von den sehr ähnlichen Mineralien Mesolith und Natrolith unterschieden werden. Beim Skolezit kommen etwas breitere Kristalle vor, die häufig wie beim Gips längs nach der Fläche verzwillingt sind. Er bildet säulige bis nadelige, manchmal haarige Kristallgruppen, die gerne büschelig oder radialstrahlig angeordnet sind. In Säuren löst sich der Skolezit auf.

Der Name bezieht sich auf das Verhalten des Minerals, das sich beim Erhitzen über einer Flamme wie ein Wurm krümmt. Zur Namensbildung wurde das griechische Wort skolex („Wurm“) verwendet. Man findet den Skolezit in Hohlräumen vulkanischer Gesteine. Auch in alpinen Klüften kommt er vor. Am bekanntesten sind die großen Skolezitkristalle aus der Nähe der Stadt Nashik im indischen Bundesstaat Maharashtra.
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