Perowskit
engl. Perovskite
Nach dem russischen Politiker und Mineralogen Lew Alexejewitsch Perowski (1792–1856)
Formel
Stoffgruppe
Farbe
Strich
Glanz
Transparenz
Härte (Mohs)
Dichte
Spaltbarkeit
Bruch

Kristallsystem
Kristallklasse
CaTiO3
Oxide
schwarz, braun, gelblich, rötlich
grau
Metallglanz, Glasglanz
durchscheinend bis undurchsichtig
5,5
4,0 g/cm³
mäßig
muschelig, uneben

orthorhombisch
orthorhombisch-dipyramidal
BLupe

Beschreibung

Ein Perowskit ist aus Calciumtitanat aufgebaut. Die Calcium-Ionen können auch durch Fremd-Ionen teilweise ersetzt sein. Sind es Cer-Ionen, liegt die Varietät Knopit vor. Der im orthorhombischen System kristallisierende Perowskit bildet würfelartige oder oktaedrische Formen aus. Typisch sind auch skelettartige Strukturen, die bizarre Formen annehmen können. Durch heiße, konzentrierte Schwefelsäure und durch Flusssäure wird das Mineral angegriffen.

Perowskit
Lupe
Perowskit aus dem Steinbruch Löhley bei Üdersdorf in der Eifel
Der deutsche Mineraloge Gustav Rose (1798–1873) entdeckte das Mineral in einer Probe aus der Tagebau-Lagerstätte Achmatovsk bei Tscheljabinsk im russischen Ural. Er bestimmte die chemische Zusammensetzung und benannte das Mineral 1839 nach dem russischen Politiker und Mineralogen Lew Alexejewitsch Perowski (1792–1856).

Bei den Micromount-Sammlern sind vor allem die skelettartigen Kristallstrukturen aus der Eifel bekannt. Dort kommt der Perowskit an verschiedenen Fundorten vor, zum Beispiel im Basaltsteinbruch Graulai bei Hillesheim, im Steinbruch Rother Kopf bei Gerolstein oder im Steinbruch Löhley bei Üdersdorf. Der Perowskit würde sich als Erz zur Gewinnung von Titan zwar eignen, er ist aber zu selten. Der Ilmenit kommt häufiger vor.
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