Pseudobrookit
e. Pseudobrookite
Nach Henry James Brooke und dem griechischen Wort pseúdein („täuschen“)
Formel
Stoffgruppe
Farbe
Strich
Glanz
Transparenz
Härte (Mohs)
Dichte
Spaltbarkeit
Bruch

Kristallsystem
Kristallklasse
(Fe3+2Ti)O5
Oxide
schwarz, rötlich, braun
braunrot, gelbbraun
Metallglanz
undurchsichtig bis durchscheinend
6
4,4 g/cm³
undeutlich
muschelig

orthorhombisch
orthorhombisch-dipyramidal
Pseudobrookit vom BellerbergLupe
Eigenschaften
Brookit
Kristallformen
Geschichte
Vorkommen
Verwendung
Beschreibung

Eigenschaften


Pseudobrookit ist ein Titanmineral, das im Gegensatz zum ähnlichen Brookit zusätzlich noch Eisen-Ionen enthält und einen sehr hohen Metallglanz aufweist. Vom Hämatit unterscheidet es sich in der Kristallform. Die Pyroxene und Amphibole haben dagegen keinen so hohen Metallglanz. Von konzentrierter Salzsäure und konzentrierter Schwefelsäure wird der Pseudobrookit angegriffen.


Brookit

Der Pseudobrookit darf nicht mit dem Brookit verwechselt werden. Dieser stellt ein anderes, eigenständiges Titanmineral dar, das gerne in alpinen Klüften vorkommt.


Pseudobrookit
Lupe
Pseudobrookit, Thomas Range, Utah
Pseudobrookit
Lupe
Pseudobrookit, Thomas Range, Utah
Kristallformen und Wachstum

Der Pseudobrookit kristallisiert nach dem orthorhombischen System. Die Kristallformen werden aus Pinakoiden, Prismen und weiteren Formen gebildet. Der Habitus der Kristalle ist kurz- oder langprismatisch. Auch tafelige Kristalle kommen vor. Typisch sind die Flächenstreifungen auf den Kristallen. Begleitminerale sind zum Beispiel Apatit, Calcit oder Hämatit.


Geschichte

Das Mineral wurde erstmals bei Uroi in Rumänien gefunden. Der ungarische Geologe Antal Koch (1843–1927) beschrieb es 1878 und benannte es aufgrund der Ähnlichkeit mit dem Brookit unter Verwendung des griechischen Wortes pseudo („unecht“).


Vorkommen

Pseudobrookit kommt gerne in Hohlräumen und Schlacken vulkanischer Gesteine vor. Man findet ihn an einigen Fundstellen in der Vulkaneifel, zum Beispiel am Emmelberg oder am Bellerberg. Sehr schöne Kristalle für Mineraliensammlungen liefert auch die Thomas Range in Utah, USA.


Verwendung

Der Pseudobrookit hat keine technische Bedeutung als Titanerz, da er sehr selten auftritt. Die meist kleinen Kristalle werden von Micromountern gesammelt.
© Thomas Seilnacht / Benutzerhandbuch / Lizenzbestimmungen / Impressum / Datenschutz / Literaturquellen