Kakoxen
engl. Cacoxenite
Nach den griechischen Wörtern kakós („schlecht“) und xenos („fremd“)
Formel  
Stoffgruppe
Farbe
Strich
Glanz
Transparenz
Härte (Mohs)
Dichte
Spaltbarkeit
Bruch

Kristallsystem
Kristallklasse
Fe3+24AlO6(PO4)17(OH)12 • 75 H2O
Phosphate
orange, gelb, bräunlich
gelb
Seidenglanz
durchscheinend bis durchsichtig
3 – 4
2,2 – 2,5 g/cm³
keine
faserig

hexagonal
hexagonal-dipyramidal
Kakoxen aus Hagendorf-SüdLupe

Beschreibung

Kakoxen aus der Grube Leonie bei Auerbach
Lupe
Nadeliges Kakoxen aus der Grube Leonie bei Auerbach in Bayern
Kakoxen ist ein relativ selten vorkommendes Mineral, das aus einem Eisen-Aluminium-Phosphat aufgebaut ist. Das gelbe bis orange Mineral hat eine gelbe Strichfarbe, beim Zerschlagen zerbricht es in Fasern. Es kommen haarförmige, nadelige oder faserige Aggregate vor, diese sind gerne radialstrahlig oder kugelig angeordnet. Auch krustige Überzüge kommen vor. Als Begleitminerale treten zum Beispiel Beraunit, Magnetit, Rockbridgeit, Strengit, Strunzit oder Phosphosiderit auf. Von Säuren wird Kakoxen aufgelöst.

Als Typlokalität gilt die Grube Hrbek im tschechischen Mittelböhmen. Dort wurde das Mineral erstmals gefunden. J. Steinmann benannte es im Jahr 1825 nach den griechischen Wörtern kakós („schlecht“) und xenos („fremd“). Es bedeutet so viel wie „schlechter Gast“: Das Mineral ist in Eisenerzen nicht erwünscht, weil es durch seinen Phosphorgehalt die Eisengewinnung erschwert.

Die bei Sammlern bekanntesten Fundorte liegen in den Pegmatitvorkommen der bayerischen Oberpfalz: Schöne Stufen für Micromounter kommen aus Hagendorf-Süd bei Waidhaus oder aus der Grube Leonie bei Auerbach. Ein weiterer bekannter Fundort ist die Mina El Horcajo im spanischen Kastilien.
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