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Eisen
 
Aufgesägter und angeätzter Meteorit 
Kurzportrait Eisenmeteorite sind ursprünglich im Kern von Kleinplaneten entstanden. Sie gelangten als Geschosse aus dem Weltall auf die Erde. Nach dem Ätzen mit Salpetersäure zeigen die aufgesägten und angschliffenen Meteoriten die Widmannstättenschen Gefüge. Dabei tritt die (ehemalige) Struktur der oktaedrischen Kristalle hervor. Die größten gefundenen Meteoriten sind mehrere Tonnen schwer. Sie enthalten auch andere Metalle wie Nickel oder Cobalt. Irdisches Eisen ist viel seltener, es kommt in basaltischen Gesteinen vor. Kristalle sind extrem selten, meist findet man körnerartige oder schuppige Aggregate. (vgl. >Element Eisen)
Formel (Familie) Fe  (Elemente)  - sehr selten gediegen, häufiger in Meteoriten
Farbe grau
Strich und Glanz grau glänzend; Metallglanz
Härte und Dichte 4 - 5 (Mohs); 7,3 - 7,9 g/cm3 (in Meteoriten)
Spaltbarkeit und Bruch vollkommen (Würfel); Bruch hakig
Kristallsystem und Formen kubisches System; Würfel, Rhombendodekaeder, Oktaeder
Aggregate Kristalle extrem selten, derb, schuppig, körnig
Nachweis ferromagnetisch, verliert diese Eigenschaft über 770°C, bildet an feuchter Luft rötliche Rostschichten, löst sich in Salpetersäure, schmilzt erst bei 1538°C
Fundorte (Auswahl) Meteoriten und in größeren Meteoritenkratern, Bühl bei Kassel (gediegen im Basalt)