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Disthen,
Kyanit
Fundort:
Minas Gerais, Brasilien
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| Kurzportrait |
Das Mineral Disthen ist
nach den griechischen Wörtern dis (zweifach) und sthenos
(Kraft) in Anlehnung an die Anisotropie der Härte benannt. Dieses
Phänomen erkennt man daran, dass die Härte richtungsabhängig
ist. Der Name Kyanit geht auf das griechische Wort kyanos (stahlbau) zurück.
Das Mineral bildet stahlblaue oder grünblaue, langgezogene Kristalle,
die durchscheinend sein können. Der Chromkyanit ist eine seltene grüne
Varietät. Der Disthen wird für Schmucksteine und zur Herstellung
von feuerfesten Auskleidungen in Schmelzöfen benötigt. |
| Formel
(Familie) |
Al2SiO5
(Silicate) |
| Farbe |
blau, weiß, grünlich,
gelblich |
| Strich
und Glanz |
weiß; Glasglanz, auf
Spaltflächen Perlmutterglanz |
| Härte
und Dichte |
Anisotropie: 4 - 4,5 in
Längsrichtung und 6 - 7 quer (Mohs); 3,6 g/cm3 |
| Spaltbarkeit
und Bruch |
vollkommen; Bruch uneben |
| Kristallsystem
und Formen |
triklines
System; Pinakoide |
| Aggregate |
Kristalle, auch Zwillinge,
faserig, stengelig, nadelig, blättrig, derb |
| Nachweis |
Farbe, Kristallform, in
Säuren nicht löslich (außer Flusssäure), unter Hitze
sehr beständig |
| Fundorte
(Auswahl) |
in Glimmerschiefern, z.B.
Pizzo Forno/Tessin, Minas Gerais/Brasilien |