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Das Beschriften von Chemikalienflaschen nach GHS
 
Chemikalienflaschen müssen mit Etiketten nach den Vorschriften versehen werden. Die Etiketten enthalten den Namen der Chemikalie, die CAS-Nummer *), sowie die GHS-Piktogramme und die HP-Sätze. Bei dem vorliegenden Etikettensystem für Kleinmengen an Schulen wird ein didaktisches Beschriftungssystem mit einer vereinfachten Kennzeichnung kombiniert:
 
 
 
Auf der Vorderseite einer Flasche wird eine für Schüler gut zu sehende Beschriftung angebracht, auf der Rückseite dagegen die Gefahrenkennzeichnung. So kann man die Flasche je nach Bedarf drehen und präsentieren. Der Einblick in das Aussehen des Stoffes bleibt voll erhalten. Für jede Chemikalie der vorliegenden Datenbank (Ausnahme: nicht empfehlenswerte Chemikalien für die Schule, Zusatz: Ergänzungssatz) liegt auf der CD-ROM eine pdf-Datei zum Etikett drucken vor:
 
 
Etikett drucken
deutscher Name englischer Name
CAS  7758-98-7
CAS  7758-99-8
Kupfer(II)-sulfat wasserfrei 
Kupfer(II)-sulfat Pentahydrat
Copper(II) sulfate 
Copper(II) sulfate pentahydrate
 
 
Die Etiketten können mit dem Laserdrucker auf selbstklebende DIN-A4-Etiketten ausgedruckt und danach mit einer Selbstklebefolie überklebt werden wie sie im Laborbedarf oder im Bürofachhandel erhältlich sind. Empfohlen werden auch strapazierfähige und wasserfeste Etiketten der Größe 210x297mm. Die bedruckten Flächen kann man ausschneiden. Dann entfällt das nachträgliche Anbringen einer Folie. Die pdf-Druckvorlagen sind auf Steilbrustflaschen mit 250ml und 500ml Volumeninhalt optimiert (größeres Etikett). Das kleine Etikett mit dem Namen der Chemikalie eignet sich auch für 100ml-Flaschen. Sind die Flaschengrafiken braun gezeichnet, sollte man auch braune Steilbrustflaschen verwenden.
 
Für die gebräuchlichen Salze kann man zwischen der wasserfreien und der kristallwasserhaltigen Form wählen (> pdf-Beispiel Kupfer(II)-sulfat). Bei den Säuren und Laugen liegen Druckvorlagen für die gebräuchlichsten Konzentrationen vor (> pdf-Beispiel Natronlauge). Bei den organischen Stoffen sind neben den beiden Größen drei Varianten verfügbar: Es liegen Druckvorlagen mit dem gebräuchlichen, deutschen Namen (Propylalkohol), dann mit der strengen, systematischen Bezeichnung nach der IUPAC-Nomenklatur (bisher: 1,2-Propanol - neu: Propan-1-ol). Nach IUPAC dürfen auch die gebräuchlichen Namen verwendet werden. Welche Version in der Schule eingesetzt wird, bleibt jeder Lehrkraft selbst überlassen. Für das zusätzliche Anbringen der GHS-Piktogramme auf der Vorderseite der Flaschen liegt eine spezielle pdf-Druckvorlage vor (>pdf-Druckvorlage GHS-Piktogramme). Mit der leeren Etiketten-Schablone (CD-ROM) können passende, eigene GHS-Etiketten entworfen werden. Der vollständigen Satz an pdf-Druckvorlagen befindet sich nur auf der "CD-ROM Chemieunterricht und Chemiedidaktik".
 
Die Chemikalienportraits dieser Datenbank gehen im Umfang über ein normales Schullabor hinaus. Selbstverständlich wird man beispielsweise Arsenik, Blausäure, Flusssäure, Kaliumcyanid oder Benzol in einem Schullabor nicht aufbewahren. Zu diesen Stoffen liegen spezielle Bemerkungen für Schulen vor, Etiketten sind für diese Stoffe nicht vorhanden.
 
 
 Kupfer(II)-sulfat Pentahydrat und Kupfer(II)-sulfat
 
Zoom!
 
Schaugläser für Chemikalien nach einem alten Vorbild
 
 
Vor einiger Zeit hatte ich die Gelegenheit aus einer alten Sammlung alte Schauflaschen zu fotografieren (siehe Harnstoff). Nach diesem alten Vorbild ließ ich dann bei der >Glasbläserei Trabold in Bern ähnliche Flaschen anfertigen. Diese Schauflaschen präsentieren den Stoff in einer besonderen Ästhetik. Sie erfüllen allerdings nicht die Normen nach der modernen Kennzeichnungspflicht. Bei den Fotos in der Chemikaliendatenbank wurde auch bei den anderen Flaschen auf die Kennzeichnung aus anschaulichen Gründen weitgehend verzichtet.
 
 
Aufbewahrung von Chemikalien
 
Zur Aufbewahrung der Chemikalien im Labor werden professionelle Schranksysteme mit ständiger Lüftung empfohlen. Die Chemikalien werden nach Gefahren-Gruppen aufbewahrt, die entzündbaren Flüssigkeiten werden im Sicherheitsschrank separiert. Es empfiehlt sich eine Ordnung wie folgt: In Labors und Fachräumen mit Chemikalien muss eine Notfallausrüstung vorhanden sein, auf die die Rettungszeichen hinweisen. Auch ein funktionierendes Telefon ist vorgeschrieben.
 
 
Erste Hilfe
Fluchtweg
Dusche
Augendusche
 
 
Vorliegende Etiketten-Druckvorlagen
 
pdf-Druckvorlage GHS-Piktogramme
 
Diese Etiketten sind nur auf der CD-ROM enthalten:
Einzelne Etiketten für Feststoffe, Flüssigkeiten, Lösungen, Reagenzien
Ergänzungssatz für wichtige Schulchemikalien
Etiketten für Reagenzien
Etiketten für Haushaltsstoffe und Laborhilfsmittel
Schablone zum Erstellen von Etiketten (Word-Datei)
 

*) CAS-Nr. auf der CD-ROM ab der Version November 2010 vorhanden.
 
Copyright: T. Seilnacht