Gaudefroyit
engl. Gaudefroyite
Nach dem französischen Mineralogen Abbé Christophe Gaudefroy (1888–1971)
Formel
Stoffgruppe
Farbe

Strich
Glanz
Transparenz
Härte (Mohs)
Dichte
Spaltbarkeit
Bruch

Kristallsystem
Kristallklasse
Ca4Mn3+3(BO3)3(CO3)O3
Borate, Carbonate
schwarz, grau, braun mit rötlichen oder orangen Reflexionen
braun
Diamantglanz oder matt
durchscheinend bis undurchsichtig
6 – 6,5
3,4 – 3,5 g/cm³
gut
muschelig, spröde

hexagonal
hexagonal-pyramidal
GaudefroyitLupe

Beschreibung

Der Gaudefroyit ist ein sehr seltenes, relativ hartes Mineral. Es bildet braune bis schwarze Kristalle mit meist langprismatischem Habitus und pyramidalen Endflächen. Auch faserige und nadelige Aggregate kommen vor. In Salzsäure löst sich der Gaudefroyit auf.

Bei den Sammlern sind vor allem die schwarz glänzenden prismatischen Aggregate aus der N'Chwaning Mine und der Wessels Mine in Südafrika bekannt. Benannt ist das Mineral nach dem französischen Mineralogen Abbé Christophe Gaudefroy (1888–1971), der im Mangan-Tagebauwerk in Tachgagalt in Marokko arbeitete. Dort wurde das Mineral 1962 entdeckt. In Deutschland kommt es am Bellerberg bei Ettringen in der Eifel vor.
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