Clausthalit
engl. Clausthalite
Nach dem ersten Fundort bei Clausthal-Zillerdorf im Oberharz
Formel
Stoffgruppe
Farbe
Strich
Glanz
Transparenz
Härte (Mohs)
Dichte
Spaltbarkeit
Bruch

Kristallsystem
Kristallklasse
PbSe
Selenide
bleigrau
grauschwarz
Metallglanz
undurchsichtig
2,5 – 3
7,8 g/cm³
vollkommen
körnig

kubisch
kubisch-hexakisoktaedrisch
ClausthalitLupe

Beschreibung

Das Mineral Clausthalit ist aus Bleiselenid aufgebaut. Es hat eine relativ hohe Dichte und bildet bleigraue, derbe Aggregate, die metallisch glänzen. Der Clausthalit ist gerne auch mit anderen Seleniden vergesellschaftet, beispielsweise mit dem Quecksilber-Mineral Tiemannit. Er löst sich in Schwefel- und Salpetersäure. Beim Erhitzen entsteht ein fauler Rettichgeruch, der auf Selen oder Selenverbindungen hinweist.

Das Mineral ist nach dem ersten Fundort und der Typlokalität bei Clausthal-Zillerdorf im Oberharz benannt. Dort fand es der französische Mineraloge Francois Sulpice Beudant (1787–1850) im Jahr 1832 erstmals. Weitere Fundstellen sind zum Beispiel Schlema im sächsischen Erzgebirge, Falun in Schweden oder Potosi in Bolivien. Als Erz zur Gewinnung von Selen besitzt der Clausthalit kaum eine Bedeutung, da genügend Selen als Nebenprodukt bei der Kupfer-Raffination anfällt.
© Thomas Seilnacht / Benutzerhandbuch / Lizenzbestimmungen / Impressum / Datenschutz / Literaturquellen