Demonstrationen mit Wasserstoff
 
 
Stoffe: 
Wasserstoff (aus der Gasflasche), Seifenblasenlösung, weißes Kupfer(II)-sulfat oder Wassernachweispapier ("Watesmo"), Schwefelsäure 10%
Geräte:
Glasröhre d=8mm l= 10cm, Luftballon, Nylonschnur, 50cm langer Holzspan, Brenner, Blechbüchse 1,5 Liter, Streichhölzer, gebogenes Glasrohr mit Düse und Rückschlagsicherung, Stativ, Reagenzgläser 20x180mm, Glasrohr 60cm und mind. 3cm Dicke, Rundkolben 250ml, Gaswaschflasche, Wasserstrahlpumpe, Vakuumschlauch, Trichter mit Silikonschlauchstück, kurzes Schlauchstück, Hebebühne, Becherglas 600ml, U-Rohr, Hofmannscher Apparat, Stromversorgunsgerät, Solarzellenmodul ca. 17V/1A, diverse Kabel, Diode 1A, Autobatterie 12V, Voltmeter, Amperemeter
Vorschriften beim Umgang mit Gasflaschen beachten. Achtung, Wasserstoff-Luftgemische bilden explosives Knallgas! Schutzbrille tragen, keine Wasserstoff-Sauerstoff-Mischungen verwenden!
 
Inhalt:
Didaktische Bemerkungen
Demonstration 1: Ein farbloses und leichtes Gas
Demonstration 2: Der Wasserstoffballon
Demonstration 3: Die Böllerbüchse
Demonstration 4: Knallgas-Probe
Demonstration 5: Die Wasserstoff-Orgel
Demonstration 6: Synthese von Wasser: Verbrennungsprodukte von Wasserstoff
Demonstration 7: Analyse von Wasser durch Elektrolyse
Demonstration 8: Wasserstofftechnologie
Literatur
 

Didaktische Bemerkungen:
Am Wasserstoff - dem Element Nummer 1 im Periodensystem - lassen sich viele Stoffeigenschaften aufzeigen, die nicht alltäglich sind und zum Staunen anregen. Wasserstoff ist das Element mit der geringsten Dichte. Es ist 14,4mal leichter als Luft und bildet mit Luft explosionsfähige Gemische. Die Verbrennung von Wasserstoff stellt eine besondere Form der Oxidation dar. In der Technik besitzt das Gas eine zukunftsweisende Bedeutung. Wasserstoff steht zwar in der ersten Hauptgruppe des Periodensystems, wird aber nicht zu den Alkalimetallen gezählt. All diese Gründe prädestinieren den Wasserstoff, ihn als erstes Element des Periodensystems ausführlich zu behandeln.
 
 
Demonstration 1: Ein farbloses und leichtes Gas

Zunächst zeigt man die Gasflasche, weist auf die rote Farbe hin und erläutert die Funktionsweise der verschiedenen Ventile. Beim Ausströmen des Wasserstoffs ist zunächst nichts zu sehen. Auch durch das Riechen an dem ausströmenden Gas lässt sich der Wasserstoff nicht kennzeichnen. Nun steckt man eine kurze Glasröhre (d=8mm) auf den Schlauch, taucht das Ende der Röhre in eine Seifenblasenlösung und lässt vorsichtig Gas ausströmen.

Beobachtungen:
Mit ein wenig Geschick lassen sich viele Seifenblasen erzeugen, die alle sehr zügig nach oben in Richtung Decke aufsteigen. Bei der Frage nach Verwendungsmöglichkeiten für dieses Gas, nennen die Schüler vielleicht schon das Luftschiff oder den Ballon. Dies führt auf die 2. Demonstration hin:
 

Demonstration 2: Der Wasserstoffballon
 
Ein roter Luftballon wird satt mit Wasserstoff gefüllt, mit einem Knoten verschlossen und an einer dünnen Nylonschnur befestigt. Danach nähert man sich vorsichtig mit einem brennenden Holzspan. Achtung, Kopf fernhalten und Schutzhandschuhe tragen!
 
Beobachtungen:
Das Gas zieht den Ballon deutlich nach oben. Bei der Zündung zerplatzt der Ballon und das Wasserstoffgas verbrennt in einem großen Feuerball.
 
 

Film: Ein Wasserstoffballon wird gezündet
(Kamera: Erik Schilling)
 
Ein mit Wasserstoff gefüllter Ballon wird gezündet
 
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Variationen:
Man füllt mehrere Ballons mit Wasserstoff und befestigt an Schnüren Zettel mit Botschaften der Schüler. Dann geht man ins Freie und lässt die Ballons fliegen. Das Aufsteigen der Ballons wird genau beobachtet. Vom Befüllen des Ballons mit Wasserstoff-Luftgemischen oder mit Wasserstoff-Sauerstoffgemischen ist dringend abzuraten!
 
Ergänzende Informationen:
Das Luftschiff Hindenburg flog im Mai 1937 von Frankfurt nach New York. Kurz vor der Landung am 6. Mai, beim Anflug auf den Ankermast, fing der Lack der Außenhaut durch eine elektrostatische Entladung Feuer und begann zu brennen. Das Feuer breitete sich aus und griff auf die Gastanks über, so dass sich der ausströmende Wasserstoff entzündete. Innerhalb von 30 Sekunden stand das 245 Meter lange Luftschiff in Flammen und stürzte als riesiger Feuerball zu Boden. 32 Menschen starben, wie durch ein Wunder überlebten 62 Passagiere und Besatzungsmitglieder.
 
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Wasserstofftanks der Hindenburg (Nachbau)
 
 
Demonstration 3: Die Böllerbüchse
 
Diese Demonstration sollte gut vorbereitet werden, da die Gefahr besteht, dass der Inhalt der Büchse schon direkt beim Zünden explodiert. Aus diesem Grund ist unbedingt eine Schutzbrille zu tragen und der Kopf fernzuhalten. Die Schüler sind vor einem Knall zu warnen und sollten sich während der Demonstration völlig ruhig verhalten.
 
Eine hohe und unten offene Blechbüchse mit ca. 1,5 Liter Inhalt wird oben mit einem 2mm großen Loch durchbohrt. Dann legt man alle benötigten Geräte auf den Tisch, wo die Demonstration vorgeführt werden soll: Die Büchse wird mit der Öffnung nach unten mit einer Kante auf ein Streichholz gestellt, der Brenner und ein Holzspan liegen bereit. Die Gasflasche wird zur Entnahme von Wasserstoff vorbereitet. Der Brenner wird entzündet.
 
 
Nun stellt man die Büchse ein wenig schräg und schiebt den Schlauch von der Gasflasche in die Büchse. Das Loch wird mit einem Finger verschlossen. Danach lässt man Wasserstoff langsam in die Büchse strömen. Da dabei mit einem Übermaß an Wasserstoff gearbeitet wird - damit die Büchse auch wirklich voll ist - empfiehlt sich das Einschalten der Raumbelüftung. Nach dem Entfernen des Schlauchs wird der Finger vom Loch der Büchse weggenommen und der ausströmende Wasserstoff mit einem brennenden Holzspan gezündet.
 
 
Film: Die Böllerbüchse
 
Knallgas-Reaktion von Wasserstoff und Luft
 
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Beobachtungen:
Zunächst verbrennt der oben aus dem Loch ausströmende Wasserstoff mit ruhiger Flamme. Nach ca. 1 Minute ist ein hoher Ton wahrnehmbar, der allmählich tiefer wird, während sich die Flamme langsam in die Büchse zurückzieht. Plötzlich explodiert der Inhalt der Büchse mit einem lauten Knall, wobei die Büchse angehoben wird. Eine Flamme schlägt dabei unten aus der Büchse. Nach der Explosion fühlt sie sich warm an und ist innen für kurze Zeit mit einem Beschlag benetzt.
 
Erklärungen:
Beim Ausströmen und Verbrennen des Wasserstoffs füllt sich die Büchse von unten her allmählich mit Luft. Nach einer Weile entsteht ein explosionsfähiges Wasserstoff-Luftgemisch, das durch die sich hineinziehende Flamme gezündet wird.
 
 
Demonstration 4: Knallgas-Probe
 
Ein gebogenes Glasrohr mit Düse und Rückschlagsicherung (Eisenwolle) wird an einem Stativ befestigt und mit dem Entnahmeschlauch der Wasserstoff-Flasche verbunden. Die Raumlüftung wird eingeschaltet! Dann leitet man einen schwachen Wasserstoffstrom durch die Düse und führt zweimal eine Knallgasprobe durch:
 
a) Entnahme von Wasserstoff in einem umgekehrten Reagenzglas direkt nach dem Öffnen des Gasventils und Durchführung der Knallgasprobe (siehe Film)
 
b) Entnahme nach einer Weile und erneute Durchführung der Knallgasprobe
 
Fällt die Knallgasprobe negativ aus, bzw. ist nur ein "Blupp" zu hören und brennt der Wasserstoff ruhig in das Reagenzglas, dann kann der ausströmende Wasserstoff an der Düse gezündet werden. Bei einem lauten "Pfiff" darf noch nicht gezündet werden. Der Pfiff kann auch absichtlich herbeigeführt werden, wenn man das Reagenzglas nicht ganz voll mit Wasserstoff füllt.
 
 
Filme: Positive und negative Knallgasprobe
 
Bei einem Pfiff darf der Wasserstoff noch nicht gezündet werden! Bei einem Plupp darf gezündet werden!
 
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Freiwillige können die Knallgasprobe dann selbst vorführen. Im Anschluss an diese Demonstration eignet sich auch die Durchführung der Schülerübung "Herstellung von Wasserstoff".
 
 
Demonstration 5: Die Wasserstoff-Orgel
 
Eine lange, dicke Glasröhre von mindestens 60cm Länge und 3cm Dicke wird senkrecht in ein Stativ gespannt. Man entzündet an einer Düse ausströmenden Wasserstoff (siehe Demonstration 4) und schiebt die Düse mit der brennenden Flamme von unten in die Glasröhre. Durch Regulieren des Gasstroms wird die Höhe der Flamme größer und dann wieder kleiner gestellt.
 
Film: Die Wasserstoff-Orgel
 
Eine Wasserstoff-Flamme in einer Röhre erzeugt einen Ton
 
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Beobachtungen:
Je nach Größe der Röhre entsteht ein Ton, der durch die Flammenhöhe geringfügig moduliert werden kann.
 
Erläuterungen:
Das Phänomen wurde im Jahre 1777 von dem englischen Arzt Bryan Higgins (1737-1818) erstmals entdeckt. Die in einem Rohr singende Wasserstoff-Flamme wurde bald als "chemische Harmonika" in vielen Vorlesungssälen vorgeführt. Selbst Johann Wolfgang von Goethe war von der Demonstration begeistert. Die Erklärung für das Phänomen lieferte Michael Faraday im Jahre 1818: Beim Verbrennen von Wasserstoff entstehen viele kleine Knallgasexplosionen, die die Luftsäule im Rohr zum Schwingen anregen. Im Jahre 1882 wurden in Paris sogenannte "Lustres chantantes" gebaut, orgelähnliche Tasteninstrumente mit gläsernen Röhren, in denen Wasserstoff-Flammen Töne erzeugten. Aufgrund der akuten Knallgas-Gefahr konnte sich die Wasserstoff-Orgel jedoch nicht durchsetzen.
 
 
Demonstration 6: Verbrennungsprodukte von Wasserstoff
Zu diesem Versuch liegt auch ein Arbeitsblatt vor.

Zunächst werden alle benötigten Geräte (siehe Grafik unten) auf den Experimentiertisch gelegt, so dass alle beteiligten Schüler die Geräte deutlich sehen. An einer Düse wird ausströmender Wasserstoff nach negativer Knallgasprobe entzündet. Nun hält man für kurze Zeit einen kalten Rundkolben in die Flamme. Auf der Außenseite bildet sich ein Beschlag, der nach einigen Sekunden wieder weggeht oder mit einem Lappen weggewischt werden kann. Die Schüler äußern nun Vermutungen über den Beschlag. Dabei ergeben sich Fragen, zum Beispiel:

Zur Beantwortung der Fragen sind weitere Experimente notwendig. Hält man ein Becherglas mit der Öffnung nach unten in die Flamme, tritt der Beschlag im Becherglas auf. Diese Demonstration weist darauf hin, dass das Phänomen mit der Flamme zu tun hat. Der Beschlag rührt offenbar von der Flamme her. Vielleicht äußern die Schüler die Vermutung, dass der Beschlag ein Verbrennungsprodukt des Wasserstoffs ist. Gemeinsam mit den Schülern wird dann eine Apparatur entwickelt, die das Herstellen einer größeren Menge dieses Verbrennungsprodukts ermöglicht. Ein Kühlgefäß zum Kondensieren eines Gases kennen die Schüler bereits von der Destillationsapparatur her.
 

Nach dem Einschalten der Wasserstrahlpumpe wird durch die Apparatur Luft gesaugt. Die Schüler sehen das Sprudeln in der Gaswaschflasche. Nun stellt man die Wasserstoff-Flamme unter den Trichter und fährt die Hebebühne mit dem Kühlwasser hoch, so dass das U-Rohr gekühlt wird.
 
Beobachtungen:
Im U-Rohr bildet sich ein wasserähnlicher Beschlag. Nach einer Weile formen sich Tröpfchen, die sich am Boden sammeln. Hat sich ein Bodensatz einer Flüssigkeit gebildet, schaltet man die Wasserstrahlpumpe aus und entfernt die Wasserstoff-Flamme. Mit Hilfe von weißem Kupfer(II)-sulfat oder mit Wassernachweispapier ("Watesmo") kann bewiesen werden, dass es sich um Wasser handelt.
 
Theorie:
Bei der Verbrennung von Wasserstoff entsteht Wasserstoffoxid, das den Schülern als Wasser bereits bekannt ist. Dieser Vorgang ist exotherm, da dabei Energie frei wird. Die Herstellung eines Stoffes durch eine Stoffvereinigung nennt man Synthese:
Wasserstoff  +  Sauerstoff  ----->  Wasserstoffoxid (=Wasser)
     2 H2        +        O2       ----->            2 H2O            DHR = -572kJ/mol
 
 
Demonstration 7: Analyse von Wasser
 

Bei der Synthese von Wasser wurde aus Wasserstoff und Sauerstoff in einer exothermen Reaktion das Wasser gebildet. Es stellt sich nun die Frage, ob dieser Vorgang auch umkehrbar ist. 
 
Zur Durchführung der Demonstration wird ein Hofmannscher Wasserzersetzungsapparat mit 10%iger Schwefelsäure gefüllt. Auf die Platinelektroden gibt man eine Spannung von 15 Volt und wartet ab, bis eine größere Gasmenge entstanden ist. Die Schüler werden befragt, wie sie die Beobachtungen interpretieren. 
  
Beobachtungen: 
Am Pluspol und am Minuspol der Platinelektroden steigen Bläschen auf. Am oberen Ende der Gassammelrohre sammeln sich durch Wasserverdrängung Gase, wobei am Minuspol etwa die doppelte Gasmenge entsteht. Der am Minuspol entstehende Wasserstoff lässt sich mit der Knallgasprobe nachweisen. Der am Pluspol entstehende Sauerstoff wird mit der Glimmspanprobe nachgewiesen: Man öffnet den Hahn vorsichtig und hält einen glimmenden Holzspan an das ausströmende Gas. Dabei ist ein kurzes Aufflammen zu beobachten. 
  
 
Theorie:
Bei der Zerlegung von Wasser durch Elektrolyse entstehen die Gase Wasserstoff und Sauerstoff. Da dabei ständig Energie in Form von elektrischem Strom zugegeben werden muss, handelt es sich bei dem Vorgang um eine endotherme Reaktion. Die Zerlegung eines Stoffes nennt man Analyse:
Wasser  ----->  Wasserstoff  +  Sauerstoff
 2 H2O   ----->        2 H2       +       O2        DHR = +572kJ/mol
 
 
Demonstration 8: Wasserstofftechnologie
Auch zu dieser Demonstration liegt ein Arbeitsblatt vor.

Der Hofmannsche Wasserzersetzungsapparat kann mit Hilfe eines großen Solarzellenmoduls betrieben werden. Der Wasserstoff dient dabei als Energiespeicher (Näheres siehe >Wasserstofftechnologie). Die Apparatur wird so aufgebaut, dass die Solarzellen eine 12-Volt-Autobatterie aufladen, wenn der Hofmannsche Apparat nicht angeschlossen ist. Zur direkten Entnahme des Stroms von den Solarzellen werden von der Batterie die Steckverbindungen abgezogen. Zum Schutz der Solarzellen wird eine Diode zwischen Batterie und Solarzellen geschaltet. Diese verhindert das Zurückfließen des Stroms von der Batterie zu den Solarzellen (vgl. Schaltplan):
 

 
 
Die Apparatur verdeutlicht die beiden wichtigen Prinzipien der Energiespeicherung: Sie ermöglicht die Produktion von Wasserstoff auch wenn keine Sonne scheint.
 
Ergänzende Informationen:
Wasserstoff ist ein umweltfreundlicher Brennstoff, der die bisherigen fossilen Energieträger wie Erdöl, Erdgas oder Kohle in naher Zukunft vielleicht ersetzt. Das Gas kann mit Hilfe der Sonnenenergie gewonnen werden. Ein Nachteil der Sonnenenergie ist die fehlende Stetigkeit der Sonnenscheindauer und der Intensität. Nachts liefert die Sonne keine Energie. Außerdem scheint die Sonne in unseren Breitengraden nur etwa 1300 bis 1900 Stunden pro Jahr. Im Winter ergeben sich zusätzlich Probleme, da die Sonne dann einen flachen Einfallswinkel hat und weniger Energie spendet. Wasserstoff löst das Problem der Energiespeicherung und ist ein umweltfreundlicher Brennstoff:
 
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Statt mit einem Benzinmotor kann ein Auto mit einem Wasserstoffmotor betrieben werden. Wasserstoff ist umweltfreundlicher als Benzin, da die Abgase nur sehr wenig Schadstoffe enthalten.
 
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Der Wasserstoff beim Wasserstoffauto wird in flüssiger Form getankt und transportiert. Ein 140 Liter Wasserstoff umfassender Tank wiegt rund 100kg, wobei 10kg auf den Wasserstoff entfallen. Da flüssiger Wasserstoff eine Temperatur von ca. -250°C besitzt, muss der Tank gegen die Wärme von außen isoliert werden. Zwischen Innen- und Außentank befindet sich ein luftleer gepumpter Zwischenraum von ca. 3cm Dicke. Dadurch ist eine optimale Isolierung wie bei einer Thermoskanne gewährleistet.
 
Wasserstoffautos - z.B. von BMW - sind mit einem wasserstoffbetriebenen Motor ausgestattet, manche Modelle können sogar auf Benzinbetrieb umgeschaltet werden. Zur Erzeugung von elektrischem Strom dient eine Brennstoffzelle. Diese wandelt chemische Energie direkt in elektrische Energie um. Sie ersetzt im Wasserstoffauto die Lichtmaschine. Zur Erzeugung von Strom strömen in der Brennstoffzelle Wasserstoff und Luft an Elektroden vorbei, wobei eine Spannung entsteht. Es handelt sich dabei um den umgekehrten Vorgang der Elektrolyse.
 
 
Links:
2 Bilder mit freundlicher Genehmigung der BMW (>Wasserstoffzeitalter bei BMW)
 
 
Copyright: T. Seilnacht
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